Martin-Fröhlich-PaperC

PaperC-Mitgründer Martin Fröhlich

Umbaurbeiten an PaperC noch nicht abgeschlossen

Bücher online einlesen statt die Katze im Sack kaufen: Dieses Credo verfolgen die Gründer Martin Fröhlich, Felix Hofmann und Lukas Rieder mit PaperC. Als Online-Portal für Fachlektüre war der E-Book-Dienst im Jahr 2008 gestartet. Für jede heruntergeladene Seite musste der Nutzer anfangs einen Cent-Betrag zahlen. Inzwischen hat das Unternehmen sein Konzept mehrmals über den Haufen geworfen, Geschäfts- und Preismodelle gekippt und den Umzug auf eine neue Domain hinter sich.

[contentad keyword=“adsensegs1″ align=“left“]Mittlerweile ist die Seite mobil-optimiert, für die Darstellung der Bücher setzen die Macher nicht mehr auf PDF, sondern auf ePub. Außerdem können sich Nutzer kostenfrei in die ersten zehn Prozent eines Titels einlesen. Abgeschlossen sind die Renovierungsarbeiten am angestaubten Portal allerdings noch nicht, wie Mitgründer Martin Fröhlich nun in einem Interview mit dem Blog Netzfeuilleton deutlich macht.

All-You-Can-Read-Modell als Ziel

In Zukunft solle es bei PaperC eine Kauf- und eine Mietoption für Bücher geben. Auch die lange versprochene Lese-Flatrate sei in Planung. Vorbilder für das Flatrate-Modell seien etwa Readfy oder der US-amerikanische All-You-Can-Read-Anbieter Oyster. Aber: „Erstmal möchte ich das Mietmodell an den Start bringen. Wie weit das die E-Book-Verkäufe kannibalisiert, wird sich zeigen“, sagt Fröhlich im Interview.

PaperC verstehe sich in erster Linie als Arbeits- und Wissensplattform: „Während dir Google und Amazon das Buch in einem Lesereader gibt, stellen wir die Werkzeuge bereit. Bei uns gibt es Messer, Gabel und Löffel in Form von Zitaten und der automatischen Quellenangabe.“

Als besonders gelungen bezeichnet Fröhlich das Geschäftsmodell von SoundCloud: „Wenn ich irgendwo in einem Lied etwas kommentiere, werde ich Teil des Songs. Das ist die Königsdisziplin unter den erfolgreichen Geschäftsmodellen.“ Neben Videos und Bildern wolle man also auch User-generated Content in die Plattform integrieren. „Adaptiert in die Verlagswelt ist es doch extrem geil, wenn der Plattform-Betreiber den Autoren die Möglichkeit gibt, sich mit anderen Nutzern auszutauschen.“ Das nächste Ziel, so Fröhlich, seien Kooperationsprojekte mit bestehenden Content Providern im Netz.

Das Interview in voller Länge gibt es bei Netzfeuilleton.

Bild: Martin Fröhlich