paris hilton lydian ico

Der ICO-Hype und ihr angebliches Platzen machen weiter prominent Schlagzeilen: Diesmal ist es die Hotelbesitzerin Paris Hilton mit ihrem Tweet über „die intelligente Marketing-Plattform für die Blockchain-Community“ Lydian, die für Aufsehen sorgt.

Unternehmen nutzen Initial Coin Offerings (ICOs) auf Basis der Blockchain-Technologie zum Fundraising, um nicht ganz von VCs oder andere konventionelle Investoren abhängig zu sein.

Nur wenige Stunden nach Hiltons Tweet verhängten chinesische Behörden für China ein Verbot von ICOs, diese stünden in Zusammenhang mit illegalen Geschäften, hieß es. Die fast gleichzeitigen Ereignisse zeigen die ganze Bandbreite des Wirbels, der gerade um die neue Finanzierungsform gemacht wird.

Anzeige
Die Kryptowährungs-Analysten von Cryptocompare berichten, dass der Markt für das digitale Geld 2017 einen Höhenflug erlebt. Von den bislang insgesamt durch ICOs eingenommenen 2,32 Milliarden US-Dollar seien allein 2,16 Milliarden seit Januar dieses Jahres geflossen.

In einem weiteren Tweet teilte Hilton ein Whitepaper von Lydian, laut dem die Plattform eine Finanzierung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar anstrebt. Jede Lydian-Coin, von denen es 20 Millionen geben soll, wäre damit bei der Ausgabe fünf Dollar wert.

Und als wäre es nicht ungewöhnlich genug, dass Paris Hilton für Krypto-Coins als Finanzierungsmodell der Zukunft wirbt, ist auch die beworbene Firma nicht frei von Kontroversen: Gubaksh Chahal, CEO von Lydian, wurde kürzlich wegen häuslicher Gewalt zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.  

Neben Hilton haben sich auch schon andere Prominente als Kryptowährungs-Fans geoutet, darunter Floyd Mayweather, Mike Tyson, Jessica VerSteeg und der Rapper The Game.

Bild: Getty Images / Gareth Cattermole