parkU_Urs Fischer_CEO

Parku-CEO Urs Fischer

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Urs Fischer, CEO von Parku (www.parku.de). Wir sind eine junge Sharing-Company, die Parkplatzbesitzer und –suchende zusammenbringt und damit Parkplätze effizienter nutzbar macht. Privatpersonen, Firmen und Parkraumbetreiber stellen dauerhaft oder temporär nicht vermietete innerstädtische Parkplätze Autofahrern zur Verfügung. Für die Inhaber von Parkplätzen entsteht dadurch ein attraktiver Nebenverdienst, während Parkplatzsuchende durch direkte Anfahrt Zeit sparen und in Toplagen parken können. Die freien Parkplätze können im Voraus oder in Echtzeit über die Internetseite oder die Parku-iPhone– und –AndroidApp reserviert werden.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Die Gründer und mich verbindet die Vision, die Mobilität im Alltag zu erleichtern und die Parkplatzindustrie in Innenstädten zu revolutionieren. Mit Parku werden künftig nicht nur Nerven und Zeit von Autofahrern, sondern auch Ressourcen geschont, da Parkplatzsuchende direkt in Zielnähe parken können, statt lange zu suchen. Die erfolgreiche Markteinführung in der Schweiz hat uns gezeigt, dass ein großer Bedarf an einer modernen und unkomplizierten Form der Parkraumbewirtschaftung herrscht.

Die Idee entstand bei der stets vergeblichen Suche nach bezahlbaren Parkplätzen in den verschiedensten europäischen Metropolen, während wir ungenutzte Flächen wie vor Arztpraxen sahen. Ganz im Sinne einer „shared economy“ wollen wir eine einfache Lösung für alle Parkplatzsuchenden bieten.

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

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Die Gründer, Christian Oldendorff, Matthias Frank und Aurel Albrecht kommen alle aus sehr unterschiedlichen Bereichen. So ist Oldendorff in der Schifffahrt tätig, Frank promovierte in Maschinenbau und Albrecht war bereits in verschiedenen Startups tätig. Mich verbindet eine lange Freundschaft mit den drei Gründern, so dass es auch geschah, dass ich bei der Entstehung der Idee dabei war. Bevor ich bei Parku die Aufgabe als CEO übernommen habe, war ich beim Medienunternehmen Bertelsmann, wo ich in verschiedenen Stationen in Gütersloh, Amsterdam und Köln beim Dienstleistungsunternehmen Arvato und bei Wer-kennt-wen.de tätig war.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

Mit Parku können Autofahrer nicht nur Parkplätze mieten, sie können auch Schranken und Tore per Smartphone öffnen. Parku hat dafür eine eigene Technologie namens SESAM entwickelt. So können beispielsweise auch freistehende Parkflächen auf Firmengeländen und Tiefgaragen von Unternehmen am Wochenende sinnvoll genutzt werden. Nach erfolgreicher Buchung können Nutzer via Smartphone Schranken und Tore während der gebuchten Zeit öffnen und schließen. SESAM kann mit allen üblichen Schranken- und Toren-Systemen genutzt werden.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Bei Parku handelt es sich um ein Revenue-Share-Modell. Die App sowie das Anbieten von Parkplätzen sind für alle Nutzer kostenlos. Parku erhält bei jeder Parkplatzbuchung eine Provision. Das Marktpotenzial ist vielversprechend, wenn man die Wachstumstreiber Urbanisierung, Durchdringung des Smartphone-Gebrauchs und die steigende Zahl registrierter Autos in Großstädten betrachtet. Auf der Angebotsseite hat sich außerdem gezeigt, dass zum Beispiel Park- oder Hotelgaragen Auslastungen vorweisen, die eines professionellen Ertragsmanagements bedürfen.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert Ihr Euch?

Business Angel und Gründer Christian Oldendorff unterstützt Parku.

Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Wir sind immer auf der Suche nach super Typen, die an das Produkt glauben und uns tatkräftig unterstützen möchten! Wir freuen uns also auch über Initiativbewerbungen und Mails an jobs@parku.ch.

Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

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Wir orientieren uns gerne an etablierten Anbietern aus der Shareconomy und an distributiven Mobilitätsdienstleistern. Airbnb hat trotz internationaler politischer Herausforderungen Beachtliches geschafft. Auch Mytaxi hat in kürzester Zeit eine ganze Branche revolutioniert. Chapeau!

Stellt Euch vor, Ihr könntet einen Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Marius Sewing, Sebastian Esser, Heiko Hubertz, Oliver Samwer, Holger Sprengel, Florian Heinemann, Katrin Schmidt, Philippa Pauen und Hannes Mewes.

Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Wir werden 2014 in weitere deutsche Städte expandieren und das nähere europäische Ausland in Angriff nehmen.