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Paydirekt, der Paypal-Klon deutscher Banken, bleibt schon seit einiger Zeit hinter den Erwartungen zurück. Erst im Sommer ist ein wichtiger Online-Händler abgesprungen, da nicht genug seiner Kunden den Bezahldienst genutzt hätten. Wenig später wurde bekannt, dass Paydirekt mehrere Millionen Euro an den Onlinehändler Otto zahlt, um dort als Bezahloption geführt zu werden.

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Das große Problem: Bis Ende dieses Jahres sollten eigentlich bereits sieben Millionen Nutzer bei Paydirekt angemeldet sein, bisher sind es allerdings nur etwas mehr als eine Million. Zum Vergleich: Vorreiter und Konkurrent Paypal hat in Deutschland etwa 19 Millionen User.

Laut einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung zieht das Management von Paydirekt jetzt in Erwägung, massiv Kapital aufzunehmen. Von einer Summe in dreistelliger Millionenhöhe sei intern die Rede. Allein von den Sparkassen, die etwa 40 Prozent an Paydirekt halten, erhoffe man sich demnach mehr als 100 Millionen Euro. Seit dem Start des Dienstes sollen laut SZ alle beteiligten Banken insgesamt rund 100 Millionen an Paydirekt gegeben haben.

Ob die Institute nun allerdings bereit sind, die neuen, höheren Beträge zu zahlen, um das 2015 gestartete Paydirekt noch zum Erfolg zu führen, ist offen. Laut SZ soll die Bereitschaft bei den Sparkassen gering sein. Paydirekt selbst wehrt sich gegen den Bericht: Der Bezahldienst gibt gegenüber der Zeitung an, sie ordne „Informationen falsch ein“. Auch seien die genannten Zahlen falsch. Die SZ aber beruft sich auf verschiedene Quellen, unter anderem aus dem Gesellschafterkreis.

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Bild: Paydirekt