Pokemon

Kein Tag vergeht ohne eine neue Schlagzeile zum Smartphone-Spiel Pokémon Go. Manche davon sind einfach nur absurd: Etwa die Geschichte von einem Pokémon-Spieler, der sich in Las Vegas eine Schießerei mit einem Dieb lieferte. Einem richtigen Dieb wohlgemerkt.

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Diese mediale Aufmerksamkeit zeigt vor allem eins: Der Hype geht weiter und schlägt sich auch in den Zahlen nieder. Insgesamt 75 Millionen Mal ist die App von Android- und Apple-Nutzern bereits heruntergeladen worden, schätzt der Branchendienst Sensor Tower. Dabei ist das Spiel noch nicht einmal in allen Ländern verfügbar: Gerade einmal in 32 der 100 App-Märkte lässt sich das Spiel runterladen.

Beeindruckend ist, wie schnell die App-Zahlen in die Höhe geschossen sind. Innerhalb von 19 Tagen hat es die 50-Millionen-Grenze geknackt. Pokémon Go hat damit einen Rekord aufgestellt. Unter den mobilen Spielen brauchte Color Switch für dieses Ergebnis 77 Tage und landete damit auf dem zweiten Platz des Rankings. Zum Vergleich: Die Dating-App Tinder brachte es erst im Januar auf 100 Millionen – und sie ist seit 2012 am Start.

Auch monetär schlägt sich das Spiel gut. Am 10. Juli brachte es das Unternehmen auf fast die Hälfte der Umsätze im gesamten mobilen Spielemarkt, ermittelte Slice Intelligence.

Trotzdem brach die Nintendo-Aktie gestern ein. Der Spielehersteller hatte bekannt gegeben, dass die Gewinne der App nur zu einem Teil an Nintendo selbst fließen. Am heutigen Dienstag hat sich die Aktie wieder leicht erholt.

Pokémon Go: Der Absturz nach dem Hype: Nintendo zurück in der Realität

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Weil Nintendo weniger am Hype von Pokémon Go verdient als zunächst erwartet, stürzt die Aktie massiv ab. Auch McDonald's Japan ist davon betroffen.

Bild: Getty Images/Lam Yik Fei