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Tausende Trainer ziehen durch den Grant Park in Chicago, auf der Jagd nach seltenen Gegenständen und legendären Monstern, die es nur dort gibt. So hatte sich der „Pokémon Go“-Entwickler Niantic den Auftakt der Feierlichkeiten zum Jubiläum seines Augmented-Reality-Spiels vorgestellt, das am 6. Juli ein Jahr alt wurde. Doch als CEO John Hanke an diesem Samstag auf die Bühne des „Pokémon Go Fests“ trat, wurde er ausgebuht.

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Der Grund: Die Server von Niantic und die Netze der Telefongesellschaften – am schlimmsten traf es AT&T – waren unter dem Andrang der Fans zusammengebrochen. Tausende konnten die App über Stunden nicht einmal öffnen – und so auch nicht möglichst viele Pokémon fangen, wie es für die besonderen Belohnungen Voraussetzung gewesen wäre. Einige waren für das Event stundenlang mit dem Auto oder per Flugzeug aus dem Ausland angereist. In Sprechchören forderten die Anwesenden laut Medienberichten, Niantic solle das Spiel reparieren.

Noch auf dem Festival versprach Hanke, sein Unternehmen werde allen Besuchern den Ticketpreis erstatten und In-Game-Währung im Wert von 100 US-Dollar gutschreiben. Die versprochenen In-Game-Boni wurden außerdem als Wiedergutmachung für alle Spieler freigeschaltet. Kein guter Start für die Geburtstagsfeierlichkeiten, das „Pokémon Go Fest“ in Chicago sollte nur der Auftakt für ähnliche Aktionen auf der ganzen Welt sein.

Bild: Getty Images / Brendon Thorne / Freier Fotograf