Alex Weber (rechts) mit Number26-CEO Valentin Stalf

„Der klassische Werdegang im Großkonzern wäre nicht das Richtige für mich.“

Alex Weber studierte Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien und der University of New South Wales in Sydney. Direkt nach seinem Abschluss entschied er sich für ein sechsmonatiges Praktikum bei Number26. Das Berliner Startup bietet ein komplett kostenloses Girokonto, das in Echtzeit vom Smartphone zu bedienen ist.

Bereits während seines Australien-Aufenthalts war Alex mit vielen Gründern aus der ganzen Welt zusammengekommen und entdeckte seine Leidenschaft für Entrepreneurship. „Dort habe ich beschlossen, dass der klassische Werdegang in einer Beratung oder einem Großkonzern, der durch meine bisherige Ausbildung und Schwerpunktsetzung eigentlich logisch gewesen wäre, nicht das Richtige für mich ist. Mein klares Ziel ist es, noch vor 30 selbst zu gründen.“

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In einer Facebook-Gruppe seiner Universität entdeckte Alex die Ausschreibung der Stelle als Entrepreneur in Residence. „Ich wusste noch am selben Tag, dass ich meine erste richtige Startup-Erfahrung dort sammeln wollte. Was mich begeistert hat, war, dass Number26 sehr gut aufgestellt ist – sowohl hinsichtlich des Teams als auch der Finanzierung. Außerdem finde ich die Vision, Banking zu verändern, sehr ansprechend. Das gilt eigentlich für den gesamten FinTech-Startup-Bereich – diese Sparte der Internetbranche befindet sich momentan in massivem Wachstum“, erläutert Alex seine Beweggründe.

Auf einen anspruchsvollen Bewerbungsprozess folgte erfreulicherweise die Zusage. „Als klar war, dass ich bei Number26 anfangen würde, habe ich ein die Gründer noch einmal persönlich getroffen. Ihr Fokus und das Level an Professionalität, das nicht bei jedem Startup selbstverständlich ist, inspirierten mich“, berichtet Alex über das Treffen mit Valentin Stalf (CEO) und Maximilian Tayental (CFO).

Von Customer Support bis hin zu Operations

Ein Gefühl für die Prozesse in einem Startup zu bekommen und mit der Zeit auch selbst Verantwortung für Projekte zu übernehmen, das waren Alex’ Erwartungen bei Antritt des Praktikums. „Diese Erwartungen haben sich mehr als erfüllt: Bereits nach wenigen Wochen habe ich gemeinsam mit Valentin, einem der Gründer, maßgeblich an der Vorbereitung des Auftritts von Number26 bei TechCrunch Disrupt Europe mitgewirkt.“

„Außerdem habe ich den gesamten Bereich Customer Support übernommen und aufgebaut. Hierzu gehören das Beantworten von Support-Anfragen per E-Mail, Facebook, Twitter und Telefon, aber auch das Projektmanagement bei der Implementierung von CRM-Tools, das Festlegen diverser Kundenprozesse und der Aufbau der Support Section auf unserer Website“, führt Alex weiter aus.

„Andererseits habe ich auch die Freude, Maximilian in diversen Operations-Tasks zu unterstützen.“ Im Rahmen dieser Aufgaben erhalte er Einblicke in Vertragsstrukturen, Finanzierungsthemen aber auch in Kooperationsverhandlungen mit den wichtigsten Partnern des Unternehmens, erzählt Alex. „In diesem Zusammenhang war ich unter anderem der Hauptansprechpartner für die Anwälte bei der Markenanmeldung von Number26.“

„Dynamisch, kreativ und willensstark – das ist das Number26-Team!“

Neben dem bunten Aufgaben-Mix ist es auch das Team, das Alex Spaß an seiner Arbeit haben lässt: „Ich würde das Team als sehr dynamisch, kreativ und willensstark bezeichnen. Die Synergien, die durch das Zusammenkommen von Leuten mit verschiedensten Backgrounds, einerseits kulturell, anderseits die Ausbildung betreffend, entstehen, sind beachtlich“, sagt er.

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Als seine persönlich härteste aber gleichzeitig wertvollste Lektion gibt Alex das „berüchtigte Entrepreneurial Rollercoaster“ an. „Was ich damit meine ist, dass es in einem guten Startup immer wesentlich mehr Ideen gibt, die man umsetzen möchte, als es zeitlich und personell möglich ist.“ Daher sei es gefragt, durch Kompromissbereitschaft und Win-Win-Lösungen gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“

Ein konkretes Beispiel dafür waren laut Alex die Vorbereitungen für den TechCrunch-Auftritt, bei dem das technische Team sowie das Design-Team stark involviert waren und jeweils unterschiedliche Prioritäten hinsichtlich der Produktentwicklung hatten. „Auf der anderen Seite ist es möglich, sich auch persönlich stark einzubringen und dadurch in den entsprechenden Bereichen die Entwicklung des Unternehmens zu prägen.“

Genau dieser „Rollercoaster“ bringe Herausforderungen mit sich, „die mich dazu antreiben, an meine eigenen Grenzen zu gehen, was wiederum dafür sorgt, dass die Arbeit nie monoton oder langweilig wird“, erläutert Alex. „Genau das ist auch – in meinen Augen – die größte Abgrenzung zu einer ,Corporate-Laufbahn’. Freunde von mir, die nach dem Studium in der Beratung, der Wirtschaftsprüfung oder im Investment Banking tätig sind, haben ebenfalls spannende Aufgaben, aber die Dynamik, die Teil meines Arbeitsalltags ist, kommt dort für mich persönlich zu kurz.“

Abschließend verrät Alex uns noch die beiden Gründe, aus denen er sein Praktikum bei Number26 als besonders wertvoll betrachtet und jedem dynamischen und Entrepreneurship-Begeisterten ans Herz legen möchte: „Einerseits kann man in einer kurzen Zeit viel Verantwortung übernehmen, dadurch hochgeschätzte Praxiserfahrung sammeln und durch die Zusammenarbeit mit dynamischen, den Status Quo herausfordernden Teammitgliedern sehr viel mitnehmen. Andererseits können sich, unter Umständen, durch ein Praktikum auch Möglichkeiten eröffnen, nach Ablauf der Praktikumszeit bei Number26 zu bleiben und dadurch mittel- bis langfristig eine spannende Rolle in einem schnell wachsenden Unternehmen einzunehmen.“