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Vor nicht allzu langer Zeit leitete er noch Parship (www.parship.de), die Vorzeige-Partnervermittlung aus dem Hause Holtzbrinck, nun setzt er auf ein neues Thema: Casual-Dating. Mit Prime-Date (www.prime-date.de) erschaffen Ex-Parship-CEO Arndt Roller und sein ehemaliger Chief Marketing Officer Felix Brosius gerade ein Portal rund um Casual-Dating.

Von Partnervermittlung zu Casual-Dating: Prime-Date

Die Branche roch den Braten schon vor vier Monaten (etwa die WUV und Deutsche Startups), weil Roller und sein Partner Brosius bereits zu diesem Zeitpunkt über die FEAR GmbH (FEAR steht für die beiden Vornamen FElix und ARndt) in die hinter Prime-Date stehende Prime Online GmbH investiert haben. Zum damaligen Zeitpunkt gab Arndt Roller gegenüber Gründerszene zu verstehen, dass noch völlig unklar sei, was mit dieser GmbH geschehen soll – ob  angesichts des Geschäftszwecks nicht schon damals klar war, worum es ging, sei dahin gestellt.

Denn die Prime Online GmbH widmet sich dem “Aufbau [und dem] Betrieb eines Online-Portals zur Vermittlung von Kontakten zwischen Männern und Frauen ohne Interesse an langfristiger Bindung.” Weil es stylischer klingt, hat sich dafür der Begriff Casual-Dating durchgesetzt. Casual-Dating meint zwanglose Liebesbeziehungen ohne Verpflichtungen oder Bindungen – ein neues Feld im Datingbereich, das die Szene zusehends für sich entdeckt.

Prime-Date will Liebes-Kontakte mit Stil ermöglichen

Prime-Date hat dafür bisher den typischen Aufbau gängiger Datingseiten etabliert: Ein Suchfeld, Anmeldebereiche, Statistiken zur Geschlechterverteilung und Testimonials, die stark ausgedacht wirken. Prime-Date dürfte hier massiv von den Erfahrungen und Kontakten von Arndt Roller und Felix Brosius aus Parship-Zeiten profitieren. Optisch spricht die Seite eher Nutzer an, die auf Anspruch und Stil wert legen, wenngleich das Design eher mässig schick daher kommt.

Konkurrenten wie C-Date (www.c-date.de) oder Joyclub (www.joyclub.de) wirken im Vergleich wesentlich „eindeutiger“. Um das eigene Angebot bei Google entsprechend gegen diese und andere Konkurrenz nach vorne zu bringen, sucht Prime-Date auch schon fleißig nach Praktikanten im Bereich Online-Marketing.

Prime-Date wirbt damit, dass es für Nutzer ungemein aufwandsarm sein soll, Liebeskontakte zu knüpfen. Gleich nach der Anmeldung erhalten diese von Prime-Date Kontaktvorschläge von anderen Mitgliedern mit gleichen Interessen. Inhaltlich zielt Prime-Date immer wieder auf die Genuss-Komponente ab und versucht das Thema vom ungezwungenen Sex als alltagsnah und selbstverständlich zu etablieren. Jeder erfolgreiche Bundesbürger wolle doch sein Leben genießen und ungezwungene Liebe gehört demnach dazu – zumindest suggeriert Prime-Date dies und skizziert erfolgreiche berufstätige Mid-Ager als seine Zielgruppe.

Die AGBs von Prime-Date verraten, dass auch White-Labeling der Inhalte zum Konzept von Prime-Date gehören kann. Zahlen müssen die Nutzer für das Erhalten von Partnervorschlägen, was auch den Zugang zur Datenbank der Seite und das Matching durch Prime-Date auf Basis eines Fragenkatalogs umfasst. Um im Rahmen einer Premium-Mitgliedschaft Partnervorschläge durch Prime-Date zu erhalten werden bei einem dreimonatigem Abo 39,90 Euro, bei sechs Monaten 29,90 Euro und bei zwölf Monaten 19,90 Euro fällig – ein durchaus branchenübliches Preissystem.

Fazit: Prime-Date in einem aufstrebendem Segment mit harter Konkurrenz

Es ist kein Next Big Thing, das sich unter www.prime-date.de findet, aber das Segment des Casual-Datings ist spannend und am wachsen. Ob die Strategie, gehobene Nutzergruppen mit anspruchsvollem Sexdating anzusprechen, für Prime-Date aufgeht, bleibt abzuwarten.

Denn auch die Konkurrenz schläft nicht und Joyclub ist etwa laut Alexa bereits ziemlich gut etabliert und auch C-Date hat es durch seine Fernsehwerbung zu einiger Bekanntheit gebracht. Die Gesetze solcher Plattformen dürften Arndt Roller und Felix Brosius gut kennen, doch ob sie mit ihrem Ansatz noch rechtzeitig kommen und ihre Zielgruppendefinition aufgeht, steht auf einem anderen Blatt.