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Die Propertybase-Gründer Michael Wenglein (links) und Max-Michael Mayer vor den Aktenordnern mit den Übernahme-Verträgen

Viel hat man bisher nicht vom Münchner Startup Propertybase gehört. Mit der Pressearbeit hielt sich die Firma zurück. Nun hat das US-amerikanische Unternehmen Boston Logic das Münchner Startup für einen ungenannten Kaufpreis komplett übernommen. Zu den bisherigen Investoren gehörten der High-Tech Gründerfonds, Neuhaus Partners, Bayern Kapital und die Bayerische Beteiligungsgesellschaft.

Tatsächlich steckt hinter dem neuen Investor aus Boston aber Providence Equity, eine rund 50 Milliarden Dollar schwere Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in den USA. Providence Equity versucht seit einiger Zeit Unternehmen und Software-Lösungen aus der Immobilienbranche in seinem Portfolio zu sammeln. Damit soll letztlich eine neue Plattform aufgebaut werden, die einen Rundum-Service für Immobilienunternehmen anbietet. In dieses geplante Angebot soll auch die Software von Propertybase einfließen.

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Bisher betreibt das Münchner Startup eine Vertriebs- und Marketing-Plattform für die Immobilienbranche. Für eine Gebühr von rund 80 bis 100 Euro können Makler zum Beispiel in wenigen Schritten Immobilienangebote auf über 180 Portalen weltweit inserieren. Außerdem interpretiere und präsentiere die Software intelligent Nachrichten von interessierten Käufern, sagt Gründer Michael Wenglein: „So ertrinkt der Makler nicht in unzähligen Mails, die ihn erreichen, wenn er ein Objekt online stellt.“ Auch personalisierte Massenkommunikation sei mit den Kunden möglich.

Nach der Übernahme werde nun weiter in die Software-as-a-Service-Lösung aus München investiert. „Tatsächlich soll unser Standort massiv ausgebaut werden“, sagt Wenglein. Die derzeitige Belegschaft von über 40 Mitarbeitern soll sich nach Plänen des Unternehmens mindestens verdoppeln. Zudem überlege Propertybase ein zweites Büro in Berlin aufzubauen. „Wir suchen gerade ganz aggressiv nach Leuten“, so Wenglein.

Propertybase wurde 2010 gegründet und bietet seine Software-as-a-Service-Lösung in über 60 Ländern an. Bisher unterhält das Unternehmen Standorte in den USA, Australien und Deutschland.

Bild: Propertybase