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Technische Universität Dortmund: Hier begann die Entwicklung von RapidMiner.

RapidMiner sagt Lufthansa und Co. die Zukunft voraus

Ingo Mierswa ist studentische Hilfskraft am Dortmunder Lehrstuhl für künstliche Intelligenz, als er 2001 gemeinsam mit zwei Kollegen mit der Entwicklung von YALE beginnt. Das Akronym steht für „Yet Another Learning Environment“, eine Open-Source-Entwicklungsumgebung für maschinelles Lernen und Data Mining. Fünf Jahre später, Mierswa ist mittlerweile Doktorand an der TU Dortmund, gründen die Wissenschaftler eine Firma rund um ihr Produkt: RapidMiner.

Heute, gut zwölf Jahre nach der ersten Entwicklung, ist RapidMiner ein gefragtes Datenanalyse-Tool, das unter anderem von Industrieriesen wie Lufthansa, Cisco, Ebay oder der GfK für Zukunftsprognosen genutzt wird. Die Kunden könnten mit der Software „schnell Trends und Korrelationen aus ihren Daten herauszuziehen und neue Chancen zu erkennen“, sagt Ingo Mierswa, mittlerweile CEO des Unternehmens, das 40 Mitarbeiter beschäftigt und dessen Produkte bereits drei Millionen Mal heruntergeladen wurden.

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RapidMiner will sein Geschäft ausbauen – und hat dafür nun im Rahmen einer Serie-A-Runde zum ersten Mal Geld von Investoren eingesammelt: Über fünf Millionen US-Dollar kommen von Earlybird und Open Ocean Capital, dem VC der MySQL-Entwickler. „Die Investitionen werden die Position von RapidMiner auf den wichtigsten globalen Märkten stärken und dem Unternehmen helfen, sich eine Führungsposition in diesem schnell wachsenden Bereich zu sichern“, glaubt Earlybird-Partner Jason Whitmire. Die Geschäftszahlen von RapidMiner haben sich nach Whitmires Angaben „seit 2011 verfünffacht“.

Bislang kommen erst ein Viertel der RapidMiner-Kunden aus den USA. Das soll sich bald ändern – das Big-Data-Unternehmen will deshalb ein Büro in Boston eröffnen. Helfen soll außerdem Usama Fayyad, ehemals Chief Data Officer bei Yahoo und Head of Data Mining bei Microsoft: Er wird Mitglied im Board.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von angsthase.