Readmill

Readmill-Team geht zu Dropbox, Dienst am Ende

Das einstige Berliner Vorzeige-Startup Readmill befindet sich laut einem TechCrunch-Bericht in Gesprächen über eine Übernahme durch den US-Cloud-Giganten Dropbox.

Update, 28. März 2014: Das Readmill-Team bestätigt das Ende des Social-Reading-Diensts in einem Blogpost. Ab heute könnten keine neuen Accounts mehr eingerichtet werden, vom 1. Juli an werde die App nicht mehr verfügbar sein. Tatsächlich wird das Team zum US-Cloud-Dienst Dropbox wechseln – allerdings wird die von TechCrunch berichtete Übernahmesumme von acht Millionen US-Dollar nicht bestätigt. Die Gründer verabschieden sich mit einer Entschuldigung: „Viele Herausforderungen in der Welt der E-Books bleiben bestehen; wir haben es nicht geschafft, eine tragfähige Lese-Plattform zu schaffen. Das tut uns sehr leid. Wir haben jede Option geprüft, bevor wir die schwierige Entscheidung getroffen haben, das Produkt zu beenden, das uns erst zusammengebracht hat.“

Die erste Version des Artikels erschien am 27. März 2014.

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Dabei soll es sich um einen Acqui-hire-Deal handeln, das heißt, Dropbox ist vor allem am Team um die Gründer Henrik Berggren und David Kjelkerud interessiert – und weniger an der Social-Reading-Plattform selbst. Das Volumen des Deals soll um die acht Millionen US-Dollar betragen, wovon der größte Teil in Anteilen gezahlt werden würde. Laut TechCrunch ist noch unklar, ob die Readmill-App nach einer Übernahme weiter entwickelt werden würde. Von Readmill gibt es bislang keine Stellungnahme.

Gegenüber Gründerszene lehnte eine Dropbox-Sprecherin einen Kommentar ab: „Wir äußern uns nicht zu Gerüchten oder Spekulationen.“

Readmill wurde 2010 in Berlin gegründet. An der 380.000 US-Dollar starken Seed-Runde für das Startup beteiligten sich 2011 Passion Capital, Index Ventures, Prehype, Peter ReadChristophe Maire und die SoundCloud-Gründer Alexander Ljung und Eric Wahlforss. Für die Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,3 Millionen Dollar gesellte sich Mitte 2012 Wellington Partners zum Kreis der Investoren.

Bild: Adam Radosavljevic / Panthermedia