Die Rebelle-Gründer Max Schönemann und Cécile Gaulke

Die Rebelle-Gründer Max Schönemann und Cécile Gaulke

Die Konkurrenz im Second-Hand-Markt steigt weiter

Der vom Bundeswirtschaftsministerium, der staatlichen KfW Bankengruppe zusammen mit 17 privaten Investoren geführte High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert in den Online-Marktplatz Rebelle (www.rebelle.de), der sich Designer-Second-Hand-Mode im Luxussegment verschrieben hat. Mit der Beteiligung des HTGF will Rebelle das weitere Unternehmenswachstum finanzieren. Eine konkrete Summe wird nicht genannt, generell beteiligt sich der Fonds allerdings initial mit 500.000 Euro an Jungunternehmen.

Neben dem reinen Warenangebot soll dabei eine Point-of-Sale-Lösung (POS) des Jungunternehmens eine Basis für stationäre Einzelhändler darstellen, ihre Produkte online anzubieten – und so bisher nur offline vertretene Branchen an das Internet anbinden, wirbt Rebelle.

Mit Anbietern wie dem Accel-finanzierten Kleiderkreisel, VintageHub, das unlängst ebenfalls mit einem Millionenbetrag ausgestattete Glamloop, Mädchenflohmarkt oder dem gerade erst vom Samwer-Fonds Global Founders Capital nach Deutschland geholte Videdressing gibt es hierzulande schon einige Anbieter im sogenannten „Pre-loved Fashion“-Markt. Auch der britische Versender Asos hat längst einen entsprechenden Marktplatz aufgebaut.

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Rebelle wird von der StyleRemains GmbH betrieben, die gemeinsam von Cécile Gaulke, Max Schönemann und dem Hamburger Company Builder Hanse Ventures im Frühjahr 2013 gegründet wurde. Seit dem 19. August ist Rebelle in Deutschland online.

Der Handel mit gebrauchter Kleidung hat sich in den vergangenen Monaten zum Trend entwickelt – zumindest hinsichtlich von Anbietersicht, was auf einen bereits jetzt starken Wettbewerb schließen lässt. Entschärft wird dieser zwar durch einen unterschiedlichen Fokus der jeweiligen Plattformen. Dieser reicht von Kindermode, die sich etwa Kirondo als Segment ausgesucht hat, über Allrounder wie Kleiderkreisel bis hin zu den High-End-Plattformen wie Videdressing oder Rebelle. Es stellt sich aber die Frage, ob in den verschiedenen Segmenten gleich mehrere ambitionierte Anbieter bestehen können.

Bild: Rebelle