ReCompare

ReCompare- und Angelplatz.de-Gründer Benjamin Bilski

Wer bist Du und was machst Du?

Ich bin Benjamin Bilski, Gründer von ReCompare.de (www.recompare.de), einem Preisvergleich-Marktplatz für Gebrauchtware. ReCompare ist eine Plattform, die aus drei Bereichen besteht: einem Ankaufpreisvergleich, einem Kaufpreisvergleich, aber auch einem Marktplatz, auf dem Gebrauchtware gehandelt wird.

In dem Bereich des Ankaufpreisvergleichs lassen sich die Preise von Ankaufdiensten (Momox, ReBuy, Flip4New) für Gebrauchtware (zum Beispiel Bücher, Medien, Unterhaltungselektronik et cetera) ganz einfach vergleichen. Im Bereich des Kaufpreisvergleichs können die günstigsten Kaufpreise für gebrauchte Produkte gefunden werden.

Darüber hinaus gibt es mit dem ReCompare-Marktplatz die Möglichkeit, schnell und einfach lokale Angebote zu finden, damit also vergleichen zu können und selbstverständlich auch selbst einstellen zu können – so wie man es auch von anderen Marktplätzen Ebay, Amazon Marketplace und Kleinanzeigenportalen (zum Beispiel Quoka, Kalaydo et cetera) kennt. Und: Wir bieten bald Gruppendeals an, bei dem unsere Community-Mitglieder erstmalig Top-Deal-Angebote exklusiv für Gebrauchtwaren erhalten werden.

Um unsere Geschäftsidee kurz zu beschreiben und auf andere Geschäftsmodelle zu referenzieren: Wir werden der Preisvergleich für den Ankauf und Verkauf von Gebrauchtwaren (wie Idealo für Neuware), integrieren einen lokalen Marktplatz (wie Ebay, Stuffle beziehungsweise Shpock) und bieten unserer Community die besten Gruppen-Deals (wie Groupon, DailyDeal rund um das Thema Gebraucht-, Refurbished, B-, und Ausstellungsware an. Das alles geschieht mittels unserer Website und in Kürze auch durch unsere ReCompare iOs- und AndroidApp!

Wie bist Du auf Deine Idee gestoßen?

Im Sommer wollte ich mir ein gebrauchtes iPhone 5 kaufen und mein altes iPhone 4 zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis verkaufen. Bis ich endlich wusste, bei welchem Händler beziehungsweise auf welchem Marktplatz ich wieviel Geld für mein iPhone 4 erhalte beziehungsweise das iPhone 5 zum Bestpreis kaufen konnte, musste ich mindestens zehn einzelne Webseiten aufsuchen. So entstand die Idee zu ReCompare.

Was hast Du vor ReCompare gemacht?

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Bevor ich meine erste Gründungsidee in www.angelplatz.de realisiert habe (unter den Top 5 Onlineshops für Angelsportzubehör in Deutschland) und dann zu ReCompare gekommen bin, war ich Leistungssportler und Mitglied in der deutschen Nationalmannschaft im Schwimmen. Nachdem ich mein Bachelor-Studium in diesem Jahr beendet habe, studiere ich derzeit an der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel und strebe einen Master in Management an.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

Zum einen gibt bisher noch keinen Preisvergleich-Marktplatz, also einen Preisvergleich, der zusätzlich einen Marktplatz integriert und auch die Wortkreation eines „Preisvergleich-Marktplatzes“ gab es bis dato noch gar nicht. Zum anderen ist die Fokussierung auf reine Gebraucht, B-, Ausstellungs-, generalüberholte und Retourenware in der Kombination mit Ankauf-, Verkaufspreisvergleich, einem Marktplatz und der Einbindung von Gebrauchtwaren-Deals einzigartig und damit der USP von ReCompare.

Hinzu kommt, dass wir auch die Angebote der beiden umsatzstärksten Online-Plattformen im Gebrauchtwarenbereich Ebay und Amazon als festen Bestandteil integriert haben, da sich mittlerweile eine Vielzahl von Usern an den Angeboten dieser beiden Online-Anbieter orientiert. Zudem binden wir auf ReCompare ebenso Second-Hand-Shops ein, deren Angebote bis heute noch nicht online eingestellt sind. Wie ich aus einer Vielzahl von Gesprächen mit diesen Händlern erfahren habe, suchen diese nach einer Möglichkeit, schnell und einfach ihre Angebote zu „digitalisieren“, also ihren Gebrauchtwaren online zu vermarkten.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell?

Ganz einfach ausgedrückt erzielt ReCompare über zwei Wege Einnahmen: Zum einen integrieren wir Angebote von E-Commerce-Shops und Ankaufdiensten, von denen wir bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision erhalten. Darüber hinaus schalten wir themenbezogene Werbebanner auf der Webseite und auf unseren Apps.

Wie finanziert Ihr Euch?

Derzeit ist ReCompare komplett eigenfinanziert.

Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Für die Vermarktung ist besonders SEO und Content Marketing für uns wichtig. Genauso sind wir auf der Suche nach smarten Praktikanten, die Lust haben, redaktionelle Unterstützung über unsere Social-Media-Auftritte (Facebook, Twitter, Google Plus) zu leisten. Da bei ReCompare die IT eine wichtige Rolle spielt, sind wir auf der Suche nach interessierten und motivierten Entwicklern. Gerne auch Studenten aus dem Rhein-Main Gebiet!

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Da wir fest davon überzeugt sind, dass ReCompare eine Vielzahl von Usern (aktuell 23 Millionen! Smartshopper in Deutschland) anspricht und wir damit auch schnell wachsen werden, wird dies auch höhere Investitionen nach sich ziehen. Deshalb sind wir auf der Suche nach aktiven Investoren – gegebenenfalls kommt für uns ein Crowdinvesting in Frage.

Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

Aus unternehmerischer Sicht wäre Priceline.com absolute Benchmark und damit das Vorbild von ReCompare.

Stell Dir vor, Du könntest ein Lunch gewinnen. Wen würdest Du aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Ich würde gern mit Lars Hinrichs, dem Gründer von Xing und erfolgreicher Entrepreneur, lunchen gehen. Ich glaube, er könnte mir wertvolle Tipps für den Aufbau und die Finanzierung eines sehr schnell wachsenden Startups geben!

Vor welchen Herausforderungen hast Du den größten Respekt?

Bei ReCompare habe ich einen sehr großen Respekt vor den Themen Daten und Datenmengen. Immerhin starten wir mit mehr als zwei Millionen Angeboten in der eigenen Datenbank und mehreren Millionen Angeboten großer Marktplätze wie Ebay oder Amazon. Ebenso ist ein weiterer Erfolgsfaktor die Bekanntmachung der Marke ReCompare und die damit immens hohen Vermarktungskosten, die auf uns zukommen werden. Jedoch bin ich persönlich sehr zuversichtlich.

Bild: Benjamin Bilski