Thermondo bringt die Energiewende in den Heizungskeller. Seit der Gründung 2012 stellt das Berliner Heizungsbauunternehmen eine neue Größe auf dem Wärmemarkt dar. Die Gründerszene Jobbörse sprach mit HR Business Partner Denise Welsch über die besonderen Recruiting-Herausforderungen und den Bewerbungsprozess bei Thermondo, den Stellenwert von Motivation sowie den perfekten ersten Eindruck.

Stelle dich bitte kurz vor. Wer bist du und was machst du? Was ist dein aktueller Job?

Ich heiße Denise Welsch, bin seit 4 Jahren im Recruiting tätig und arbeite als HR Business Partner bei Thermondo. Thermondo stellt eine spannende Herausforderung im Bereich Recruiting dar, weil wir als modernes Handwerksunternehmen eine breite Palette an unterschiedlichen Stellen anbieten. Wir suchen sowohl Handwerker als auch IT-Developer und Mitarbeiter für die Disposition. Für mich ist das eine sehr interessante und facettenreiche Aufgabe.

Wie rekrutiert ihr?

Das Besondere an Thermondo ist die Vielfalt der Tätigkeitsfelder. Auf der einen Seite suchen wir Akademiker und High Potentials für unser Office in Berlin. Um geeignete Kandidaten zu finden, nutzen wir vor allem Online-Jobbörsen, die Möglichkeit des Direct Search und sind auf Digitalmessen unterwegs. Ihr trefft uns beispielsweise am 19.11.2015 zum Online-Karrieretag in Berlin.

Auf der anderen Seite sind wir ein klassischer Handwerksbetrieb und beschäftigen deutschlandweit Heizungsbaumeister und Anlagenmechaniker. Diese erreichen wir auf ganz klassischen Wegen: Direkte Ansprache vor Ort, Besuche von Meisterschulen und das Schalten von Printanzeigen.

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Die Schnelligkeit im Rekrutierungsprozess ist uns besonders wichtig. Wir wollen unsereBewerber nicht lange warten lassen. Deswegen haben wir uns im Rekrutierungsprozess in Teams aufgeteilt und sprechen unsere Bewerber dort an, wo sie sich am häufigsten aufhalten. So schaffen wir es, vom Erstkontakt bis zur Vertragsunterzeichnung manchmal nur eine Woche vergehen zu lassen.

Der erste Eindruck zählt – Womit kann ein Bewerber auf den ersten Blick punkten? Was sind absolute No-Gos?

Ein nettes Lächeln und eine positive Ausstrahlung sorgen schon mal für einen gelungenen ersten Eindruck. Wer damit zur Tür herein kommt, hat die erste Hürde gemeistert. Wir schätzen Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit. Die Nervosität wird dem Bewerber bei uns sehr schnell durch unser aufgeschlossenes Team genommen. Unsere Mitarbeiter halten gern mal Smalltalk mit unseren Bewerbern, um das Eis zu brechen und dem Bewerber die Aufgeregtheit zu nehmen.

Das schlimmste No-Go für mich ist, wenn ein Bewerber zum Interview-Termin viel zu spät oder gar nicht erscheint, ohne vorher Bescheid zu sagen. Auch unvorbereitet zum Gespräch zu erscheinen, finde ich unangebracht. Schließlich erwartet der Bewerber auch, dass ich seinen Lebenslauf gelesen habe. Außerdem passen Kandidaten, die keine Begeisterung für unser Unternehmen zeigen eher nicht ins Bild.

Was zählt mehr – Motivation oder Lebenslauf?

Eine Kombination aus beidem ist entscheidend. Mit hoher Motivation kann der Bewerber auch einen nicht ganz so roten Faden in seinem Lebenslauf ausgleichen. Noten spielen bei uns in der Regel keine so große Rolle. Die Erfahrung, eigene Ideen und die Motivation und Fähigkeiten, sie umzusetzen, sind uns viel wichtiger.

Muss ein Bewerber immer 100 Prozent auf die Stellenausschreibung passen oder reichen auch 70 Prozent?

Eine hohe Übereinstimmung sollte schon vorhanden sein. Schließlich will weder der Bewerber noch das Unternehmen nach ein paar Wochen eine böse Überraschung erleben, falls Anforderungen nicht erfüllt werden können. Deshalb besprechen wir gegenseitige Wünsche und Erwartungen detailliert im Vorhinein. Eine Bewerbung lohnt sich in jedem Fall. Das Geschäftsmodell von Thermondo ermöglicht unseren Mitarbeitern, die eigenen Kompetenzen auf- und auszubauen.

In welchem Rahmen findet bei euch ein Bewerbungsgespräch statt?

Wir nehmen immer zuerst telefonisch Kontakt auf. Anschließend laden wir eine Auswahl zum persönlichen Kennenlernen ein. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig das Telefoninterview ist. Ein Mitarbeiter von uns hatte sich beispielsweise als Inside Sales Manager beworben. Für diese Stelle hätte ich ihm aufgrund fehlender Vertriebserfahrung absagen müssen. Durch das Telefoninterview konnten wir jedoch eine andere, geeignetere Position für ihn finden. Er ist nun schon seit vielen Monaten unser Sourcing Manager.

Im Vorstellungsgespräch trifft der Bewerber auf einen der HR Business Partner und den Manager. Zusätzlich laden wir Kandidaten manchmal zu einem Probearbeitstag ein. Bei unseren Kundenberatern beispielsweise simulieren wir im Vorstellungsgespräch ein Telefonat mit dem Kunden. Die persönlichen Gespräche für High Potential-Positionen übernehmen unsere Gründer immer noch selbst. Die Bewerbungsgespräche mit den Handwerkern führen unsere Gebietsleiter in den verschiedenen Regionen. Sie sind selbst ausgebildete Heizungsbaumeister und kennen unsere Zielgruppe in den Regionen. Unterstützend steht ihnen immer ein HR Business Partner zur Seite.

Welche Stellen habt ihr momentan ausgeschrieben?

In Berlin suchen wir nach Operations Managern (m/w), die die Planung der Baustellen bei uns übernehmen. Außerdem suchen wir Heizungsbaumeister (m/w) für den Innendienst, die den Heizungswechsel vom Büro aus vorbereiten. Auch Inside Sales Manager (m/w) suchen wir. Das Angenehme an diesem Job ist, dass wir keine Kaltakquise betreiben. Bundesweit sind wir immer auf der Suche nach Handwerkern in unserem Bereich: Anlagenmechaniker (m/w), Meister (m/w) Heizungsbau und Servicetechniker (m/w).

Denise, vielen Dank für das Gespräch.


Foto: Thermondo