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Relayr-CEO Josef Brunner

Erst vor zwei Monaten gab Relayr die Übernahme des Software-Unternehmens Proximetry bekannt. Nun folgt die zweite: Das Berliner Startup, das unter anderem einen Internet-der-Dinge-Baukasten für App-Entwickler vertreibt, hat das Münchener Startup Neokami gekauft. Der Kaufpreis ist nicht bekannt, beide Startups waren für Gründerszene bisher nicht zu erreichen.

Mit der Übernahme von Neokami, welches mithilfe von künstlicher Intelligenz Firmendaten schützen möchte, will Relayr IoT-Anwendungen absichern, heißt es in einer Mitteilung. Relayr-CEO Josef Brunner, der zuvor gemeinsam mit Tom Noonan das Unternehmen JouleX gründete und für 107 Millionen Dollar an Cisco verkaufte, ist bereits seit 2015 als Investor an Neokami beteiligt.

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Gegründet wurde Neokami von Ozel Christo und Andrei Ciobotar im Jahr 2014 in München, sie nahmen am Accelerator-Programm von Telefónica, Wayra, teil. Die Niederlassung in Bayern wird auch nach der Übernahme erhalten bleiben, das US-Büro wird mit dem von Relayr zusammengelegt.

Geld von Kleiner Perkins

Relayr prescht seit einiger Zeit mit finanzieller Unterstützung von namhaften Investoren vor. Im November 2015 stieg der US-amerikanische Star-VC Kleiner Perkins Caufield & Byers in einer elf-Millionen-Runde bei dem Berliner Startup ein, ein Jahr später gab es noch einmal 23 Millionen.

Mit dem Geld entwickelt Relayr unter anderem den Baukasten „WunderBar“ weiter, das wohl bekannteste Produkt des Startups. Dieser soll App-Entwicklern helfen, Smartphones kabellos mit Gegenständen zu verbinden. Die einzelnen WunderBar-Sensoren können beispielsweise Temperatur, Feuchtigkeit oder Bewegung messen. Daneben bieten die Berliner ein Cloud-basiertes Developer Dashboard, in das die Daten von Sensoren und Apps fließen.

Bild: Relayr