Während der amerikanische E-Autopionier Tesla seine Kosten noch nicht decken kann und auch Opel mit dem E-Auto Ampera E draufzahlt, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“, gelingt es Renault mit dem zukunftsträchtigen Antrieb, Gewinn zu machen.

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Renault-Vorstand Gilles Normand sagte der Zeitung, er sehe heute, „dass wir mit dem Verkauf elektrischer Fahrzeuge Geld verdienen können.“ Eine erstaunliche Nachricht in Zeiten, in denen E-Autos noch wenig Absatz finden und die Batteriekosten hoch sind. 

Eine halbe Million E-Autos abgesetzt

Bereits eine halbe Million E-Autos hat Renault zusammen mit der japanischen Schwester Nissan verkauft, darunter die Modelle Leaf und Zoe. Nissan ist Marktführer bei Elektroautos. 

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Die Ziele setzt Renault weiterhin hoch an. In fünf Jahren plant der Konzern, 20 Prozent seiner Modell rein elektrisch anzutreiben. Zudem soll dann die Hälfte aller Modelle zumindest unterstützend mit einem Elektromotor ausgestattet sein, also zusätzlich zu dem Antrieb über Sprit auch elektrisch fahren können. Erfahrung mit Hybrid-Technik haben Renault und Nissan zwar bisher nicht, dafür aber der Schwesterkonzern Mitsubishi. Die Vorzeichen sind gut, um weiterhin mit Elektroautos Erfolg zu haben. 

Gewinn wie bei Benzinern angestrebt

Renault-Vorstand Normand ist deshalb auch optimistisch und zielt, wie bei Benzinern, einen Gewinn von sieben Prozent an. „Hier sind wir erneut Vorreiter, da wir eine Gewinnspanne für unser Elektro-Business angeben“, sagte Normand dem Blatt. Das unterscheide Renault auch von anderen Elektroauto-Herstellern. 

Ganz so euphorisch ist der Vorstand dann allerdings nicht, was die Zukunft der E-Autos betrifft. Offenbar rechnet man damit, dass im Jahr 2022 reine Elektroautos erst einen Marktanteil von fünf Prozent einnehmen. Solange Renault selbst aber mit seinen E-Autos weiterhin schwarze Zahlen schreibt, dürfte dies dem Konzern nicht wichtig sein. 

Dieser Artikel erschien zuerst bei Business Insider Deutschland.

Bild: Getty Images / GABRIEL BOUYS / Staff