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Die App von Mealsaver

Mealsaver aus Berlin und Resq Club aus Helsinki haben dasselbe Ziel: Sie wollen Gerichte, die Restaurants und Läden am Ende des Tages nicht losgeworden sind, weiterverkaufen – und so vor dem Mülleimer bewahren. Über ihre App, zu einem vergünstigten Preis.

Beide Startups sprechen dabei eine ähnliche Kundenschicht an: Großstädter, die ökologisch denkend beziehungsweise preisbewusst handeln. Es ist eine Zielgruppe, die begrenzt ist.

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Womöglich ist das der Grund für die Fusion, die die beiden Unternehmen jetzt bekanntgeben. Bisher war Mealsaver in mehreren deutschen Großstädten aktiv, während das deutlich größere Resq Club an 15 Orten in verschiedenen Ländern, unter anderem in Finnland, Schweden, in den Niederlanden und in Deutschland, vertreten ist. 

Die Finnen erhalten dank Mealsaver einen leichteren Zugang auf den deutschen Markt. Und die Berliner erhoffen sich nach eigenen Angaben durch die Fusion den Markteintritt in anderen Ländern.

Gegründet wurde Resq Club im Jahr 2015 von Tuure Parkkinen. Ein Jahr später startete Mai Olesen Mealsaver. Heute arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 300 Partnerfirmen zusammen, Resq Club mit 1.000. Während 60.000 Nutzer die Mealsaver-App heruntergeladen haben, sind es bei Resq Club dreifach so viele. 

Rund 50 Mitarbeiter arbeiten jetzt für das frisch fusionierte Unternehmen – 15 davon kommen von Mealsaver. Die Führung übernimmt neben dem Resq-Club-CEO Oula Antere und dem Gründer Parkkinen auch Mealsaver-Chefin Olesen. Nach der Fusion sollen beide Plattformen erstmal nebeneinander weiterbestehen, heißt es vom Unternehmen. In Zukunft sei eine Zusammenlegung denkbar. 

Frisches Kapital erhielt das Berliner Startup Mealsaver unter anderem von dem VC Ananda Ventures. Wettbewerber Resq Club bekam beispielsweise Geld vom Investor Atlantic Food Labs. Insgesamt haben beide Unternehmen Investments in einer Höhe von 1,5 Millionen Euro erhalten. 

Durch die Zusammenlegung machen es die Startups ihrem dänischen Wettbewerber Too Good To Go schwerer, der ebenfalls auf dem deutschen Markt aktiv ist.

Bild: MealSaver