Rewe übernimmt Tierfutter-Startup ZooRoyal

Tierfutter: stark umkämpfter Wachstumsmarkt

Wein, Tierfutter, Reisen: Das sollten – offenbar zusätzlich zum Engagement beim Möbelversand Home24 – die Schwerpunkte bei den Zukäufen der Handelskette Rewe sein, hatte deren Chef Alain Caparros im Mai 2013 gesagt. Dazu passt das neueste Investment: die mehrheitliche Übernahme des Online-Shops ZooRoyal (www.zooroyal.de). Abgesehen hat es Rewe dabei auf „die Synergien, die zwischen ZooRoyal und dem Online- sowie stationären Geschäft der verschiedenen Vertriebslinien der Gruppe entstehen können“, erklärt Lionel Souque, im Vorstand zuständig für E-Commerce. Angaben zum Kaufpreis machte das Unternehmen nicht.

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Die Beteiligung der Rewe-Gruppe finde im Zuge eines Abkaufs von Anteilen von Altgesellschaftern und einer gleichzeitigen Kapitalerhöhung statt, heißt es offiziell vom Lebensmittelhändler. ZooRoyal-Mitgründer und -Geschäftsführer Jürgen Grohs bleibt dabei ebenso beteiligt wie der von Capnamic Ventures gemanagte Investmentfonds DuMont Venture. Ausgestiegen beim in Würselen beheimateten Startup, das 2012 den Wettbewerber Futterland übernommen hatte und nach eigenen Angaben derzeit etwa 30 Mitarbeiter beschäftigt, sind demnach die vor gut einem Jahr eingestiegene staatliche KfW Bankengruppe und Business Angel Klaus Wecken.

Und die Konkurrenz? Die heißt Zooplus, Petobel oder Epetworld – und freute sich zuletzt über stattliche Finanzierungsrunden, viel Medienreichweite und gemeinhin über gute Wachstumsaussichten. Darauf spekuliert auch Rewe: „Wir steigen [mit der Übernahme] in den Online-Tiernahrungsmarkt ein, der eine der am stärksten wachsenden Kategorien im deutschen und europäischen Online-Lebensmittelhandel ist“, lässt sich Souque zitieren. Er sei sich aber auch bewusst, dass der späte Einstieg der Handelsgruppe nicht ganz ohne Risiken ist – so sei „der sich weiter entwickelnde Online-Markt für Heimtierbedarf schon heute sehr umkämpft und wettbewerbsintensiv“. Mit Canimix und Futtercoach mussten bereits zwei Anbieter aufgeben. Nun muss Rewe zeigen, ob man die Reichweite der eigenen Marke auch für das E-Commerce-Startup mobilisieren kann.

Bild: NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von Jordan Batch