Welche Gefahren birgt die Digitalisierung? Hiscox

Welche Gefahren birgt die Digitalisierung?

Während die Digitalisierung mittlerweile ein unersetzlicher Teil unserer Lebens- und Arbeitswelt geworden ist, birgt sie gleichzeitig auch Risiken, die für Unternehmen existenzbedrohlich werden können. Die größten Stolperfallen für Startups lauern im virtuellen Umfeld.

Warum Sicherheit nur gemeinsam gelingt

Startups sind Gemeinschaftsprojekte, bei denen unterschiedliche Personen an einer gemeinsamen Vision arbeiten. Doch gerade für Startups typische Strukturen, die sich oft durch flache Hierarchien auszeichnen, begünstigen diese Risiken, da Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten nicht immer eindeutig definiert sind. Und die Sicherheit eines Startups steht und fällt mit der Fähigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters, digitalen Risiken vorzubeugen.

Um also sicherzugehen, dass Mitarbeiter nicht das gesamte Projekt gefährden, stehen Gründer in der Verantwortung, diese ausreichend für digitale Risiken zu sensibilisieren.

Wie sollten sie also vorgehen, um ihre Mitarbeiter in puncto Data Security fit zu machen und so ihr Business zu schützen?

1. For your eyes only: Der Umgang mit vertraulichen Informationen

Eine Thematik, die durch die digitale technologische Vernetzung eine größere Reichweite und damit eine ganz neue Brisanz erhalten hat, ist der Umgang mit vertraulichen Informationen. Teil einer Sicherheitskultur sollte es sein, alle Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren, mit wem bestimmte Informationen geteilt werden dürfen. Die Frage, die man sich stellen sollte, ist: Braucht diese Person diese Information wirklich? Darüber hinaus schaffen hier einfache Maßnahmen Abhilfe, wie das Sperren des Bildschirms, wenn jemand kurz seinen Platz verlässt.

2. Nichts überstürzen: Vorsichtsmaßnahmen beim Versenden von E-Mails

Word travels fast – und E-Mails noch schneller. Das Medium ist aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken und erleichtert die Kommunikation ungemein. Aber hier ist Vorsicht geboten! Denn das übereilte Versenden von Daten und Informationen kann ungeahnt hohe Konsequenzen mit sich führen. Besonders beim Weiterleiten von E-Mails sollte der Absender immer sorgfältig abwägen, welche Informationen er oder sie an welchen Adressatenkreis wirklich schicken will. Außerdem sollte vor dem Abschicken jeder E-Mail überprüft werden, ob sowohl Adressat als auch Anhänge korrekt sind: Nur so kann sichergestellt werden, dass vertrauliche geschäftliche Informationen nicht in die Hände Unbefugter gelangen.

3. Sesam öffne dich: Was bei Passwörtern wichtig ist

Eine der größten Schwachstellen für digitale Unternehmen: Passwörter. Das ist zwar bekannt – aber trotzdem kompromittieren Mitarbeiter die Sicherheit von wichtigen und vertraulichen Daten, indem sie den Passwortschutz unterschätzen. In vielen Unternehmen gibt es die Policy, Passwörter zu einem bestimmten Turnus zu ändern: Ein guter Ansatz, der allerdings nicht ausgereizt werden sollte. Denn wer zu oft das Passwort ändern muss, wird dies nur minimal und auf unsichere Art verändern oder es gar vergessen – und das Zurücksetzen von Passwörtern erzeugt unnötige Kosten.

4. Alles an einem Platz: Passwortdatenbank

Damit genau das nicht passiert, lohnt es sich für Startups, in eine Passwortdatenbank zu investieren. Denn: Um wirklich sicher zu sein, sollte ein Passwort mindestens 12 Zeichen haben und aus Buchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen bestehen, die in keiner logischen Reihenfolge angeordnet sind. Hat man sich ein solches Passwort erst einmal gemerkt, neigen viele dazu, das selbe Passwort für mehrere Zugänge gleichzeitig zu verwenden – was dann aber die Sicherheit dieses Passworts kompromittiert. Einen Ausweg aus diesem Dilemma schaffen Passwortdatenbanken, die Passwörter und Benutzernamen durch ein Masterpasswort verschlüsselt, speichern. Ein komplexes Passwort kann so viele weitere Zugangsdaten effektiv schützen.

5. Nomen est Omen: Garantie für Sicherheit über das Passwort hinaus

Doch Passwörter alleine reichen nicht, um Sicherheit zu garantieren: Beim Thema Datensicherheit rückt der Benutzername oft in den Hintergrund. Doch ein komplexer Benutzername kann die Sicherheit eines Zugangs deutlich steigern.

6. Better safe than sorry: Wie Gründer Prävention in der Praxis betreiben

Zu Beginn des Arbeitsverhältnisses sollte das Thema Cyber-Risiken seinen Platz im Onboarding des neuen Mitarbeiters finden: Eine klare Anleitung darüber, wie Passwörter zu wählen und wie oft sie zu wechseln sind sowie klare Informationen zur Vertraulichkeits-Policy. Darüber hinaus sollten Gründer ihre Mitarbeiter zu dem Thema stets up-to-date halten – sei es durch Workshops oder Gespräche.

7. Vertrauen ist gut, Sicherheit ist besser: Dialog auf Augenhöhe schaffen

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – dennoch sollte Risiko-Prävention nicht in einer Kultur des Misstrauens ausarten. Deshalb ist es wichtig, Mitarbeitern auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen die Tragweite der Thematik zu verdeutlichen: Wo sind die Risiken, warum machen wir das und was passiert eigentlich, wenn doch etwas passiert?

Wenn Risiken zur Realität werden: Versicherungen helfen

Statistisch gesehen läuft fast jedes Business Gefahr, Opfer digitaler Gefahren zu werden – sei es durch Cyber-Attacken oder einfachen Fehlern von Mitarbeitern. Umso wichtiger ist es daher, nicht nur Mitarbeiter gegen diese Gefahren zu wappnen, sondern auch gesamtbetrieblich vorzusorgen.

Der Spezialversicherer Hiscox, der umfassenden Schutz gegen Datenverlust, Hacker-Angriffe, Schadensersatzansprüche und Urheberrechtsverletzungen bietet, hat Angebote, die Startups, KMUs und Selbstständige gegen finanzielle Ansprüche Dritter absichern. Als Pionier der IT-Branche ist Hiscox Spezialist für Cyber-Kriminalität und Datenrechtsverletzungen – also ein besonders attraktiver Versicherer für Startups, deren Business im digitalen Umfeld angesiedelt ist.

Um auf der sicheren Seite zu sein, bietet sich für Startups die IT- Berufshaftpflichtversicherung. Diese Vermögensschadenhaftpflichtversicherung bietet neben einer All-Risk-Deckung für sämtliche IT-spezifische Risiken auch umfassenden Schutz vor Folgeschäden und verzögerten Leistungserbringung.

Gründer und Gründungsinteressierte können sich hier über die Cyber-Versicherung und hier über die IT-Berufshaftpflichtversicherung informieren und unverbindlich ein Angebot einholen.

 

Artikelbild: Kantver/panthermedia.net