Robo-Adviser, Online-Broker, Easyfolio

Der Robo-Adviser von Easyfolio kombiniert verschiedene Investmentfonds

Es ist eine der ersten Übernahmen dieser Art: Die Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser kauft den Robo-Adviser Easyfolio. Das Fintech-Startup wurde 2014 von Markus Jordan mitgegründet und hat seit Ende 2015 komplett zur F.A.Z. Gruppe gehört. Die Mediengruppe bleibt auch nach dem Verkauf Kooperationspartner. Die Privatbank erweitert ihr Angebot mit dem Startup um ein reines Online-Anlagetool. Die 220 Jahre alte Bank war bisher überwiegend auf vermögende und institutionelle Kunden fokussiert. Über den Kaufpreis ist bisher nichts bekannt.

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„Die Zusammenarbeit mit Hauck & Aufhäuser schafft neue attraktive Kooperationsmöglichkeiten für beide Partner“, lässt sich Jonas Marggraf, Geschäftsführer von Easyfolio, zitieren. Das Angebot von Easyfolio richtet sich an private Anleger, die sich nicht durchgehend mit ihrer Geldanlage beschäftigen möchten. Das Fintech-Startup kombiniert dazu verschiedene Fonds – sogenannten ETFs. Das automatisierte Anlagetool, auch Robo-Adviser genannt, legt dann je nach Risikobereitschaft des Kunden an.

In Deutschland werden derzeit schätzungsweise 100 Millionen Euro von Robo-Advisern verwaltet, berichtet das Handelsblatt. Ein vergleichbares Online-Tool bietet auch die Startups Vaamo, Scalable Capital oder Ginmon an. Auch dort liegt der Fokus auf komplett automatisierten Geldanlagen. Anders als etablierte Großbanken versuchen die Fintech-Startups auch dem durchschnittlichen Anleger ohne tiefergehende Branchenkenntnisse den Zugang zum Kapitalmarkt zu ermöglichen.

Bild: Getty Images / KTSDESIGN/SCIENCE PHOTO LIBRARY