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Die MySugr-Gründer: Gerald Stangl, Frank Westermann und Michael Forisch und Fredrik Debong (von links)

Roche aus der Schweiz übernimmt das Wiener App-Startup MySugr. Der Kaufpreis ist bisher nicht bekannt. Der Pharmariese investierte bereits im März 2015 Millionen bei den Österreichern.

MySugr wurde 2010 von Fredrik Debong, Gerald Stangl, Frank Westermann und Michael Forisch gegründet. Die vier haben zusammen Apps für Diabetiker entwickelt, die das Management der Krankheit im Alltag erleichtern und „etwas Freude an der Therapie vermitteln“ sollen, wie die Gründer einige Monate nach dem Start im Gründerszene-Interview erklärten. Das Motto des Startups: „Make diabetes suck less!“

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„Diese App sollte besonders simpel sein, den Therapie-Alltag vereinfachen und sich in Handhabung und Design eindeutig von gängigen Medizinprodukten abheben“, erklären sie in einem aktuellen Statement rückblickend.

Laut MySugr nutzen aktuell mehr als eine Million Diabetiker die App. Nach dem Exit an Roche wird das Startup eigenständig bleiben. Wie das Unternehmen angab, wird MySugr außerdem eine offene Plattform bleiben, damit Diabetiker die App mit ihren Medizin-Geräten verbinden können. 

Laut Min-Sung Sean Kim, der als institutioneller Investor an dem Startup beteiligt war, ist die Exitsumme signifikant hoch: „Es ist einer der größten europäischen Trade-Sales, den ein Käufer für eine Konsumenten-App im Digital-Health-Bereich bezahlt hat.“

Bild / Bild Facebook: MySugr