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Rocket-IPO soll noch 2014 kommen

Jetzt ist es offiziell: Rocket Internet bereitet einen Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse vor. Der IPO soll noch in diesem Jahr stattfinden, heißt es vom Inkubator der Samwer-Brüder. Wie im Vorfeld bereits vermutet, wird das Angebot nur aus neuen Aktien bestehen. Nach Angaben von Rocket Internet sicherten alle Investoren eine Haltefrist von zwölf Monaten zu.

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Anders als beim Online-Versender Zalando, der vergangene Woche seine IPO-Pläne bestätigte, sei zunächst eine Notierung im unregulierten Segment „Entry Standard“ der Frankfurter Börse geplant, teilte das Unternehmen mit. Damit unterliegt Rocket Internet nicht den strengen Transparenzpflichten des Regulierten Marktes, dem sogenannten Prime Standard.

Bis zu 750 Millionen Euro will Rocket Internet durch den IPO einnehmen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Das Kapital soll das weitere Wachstum finanzieren – die Startup-Schmiede ist zu großen Teilen in Südamerika, Afrika und Südostasien aktiv. Auf rund fünf Milliarden Euro werde Rocket Internet im Rahmen des IPO bewertet.

Erst vor wenigen Wochen hatten sich in kurzer Reihenfolge die Philippine Long Distance Telephone Company sowie der Internet-Konzern United Internet aus Montabaur mit jeweils 333 Millionen Euro an frischem Kapital an Rocket Internet beteiligt.

Außerdem hatte der Berliner Company Builder in der vergangenen Woche verkündet, gemeinsam mit Investment AB Kinnevik die fünf größten Zalando-Varianten in Wachstumsländern zusammenlegen zu wollen, um daraus eine globale Mode-E-Commerce-Gruppe, die Global Fashion Group (GFG), zu bauen. Die GFG setzt sich zusammen aus den Anbietern Dafiti aus Lateinamerika, Jabong aus Indien, Lamoda aus Russland, Namshi aus dem Nahen Osten und Zalora aus Südostasien und Australien.

Die Gesellschafteranteile des Inkubators verteilen sich aktuell wie folgt:

  • Global Founders Fund (vorher: European Founders Fund): 52,3 Prozent
  • Investment AB Kinnevik: 18,1 Prozent
  • United Internet: 10,4 Prozent
  • Philippine Long Distance Telephone Company; PLDT: 8,4 Prozent
  • Access Industries: 8,3 Prozent
  • Holtzbrinck Ventures: 2,5 Prozent
Bild: Rocket Internet