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Nestpick-Gründer Fabian Dudek

Expandieren auf Rocket-Internet-Niveau: Vor nicht einmal einem Jahr wurde Nestpick gegründet, nun expandiert das Rocket-Internet-Venture mit Irland und Österreich bereits in das siebte und achte Land. Das Startup vermittelt langfristige und mittelfristige Mietwohnungen und bietet sein Konzept bereits in den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland an.

Nach eigenen Angaben werden auf Nestpicks Plattform insgesamt etwa 8.400 Immobilien in 30 Städten offeriert, 500 neue Angebote kämen jede Woche dazu. Die meisten Immobilien hat das Startup nach eigenen Angaben in London (1.300 Wohnungen), Madrid (1.250 Wohnungen) und Barcelona (1.000 Wohnungen). In Berlin sind es etwa 550 Angebote; 80 Wohnungen gibt es in Dublin und 170 in Wien.

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Neben der Erschließung neuer Märkte weitet das Jungunternehmen seinen bereits bestehenden Radius in Frankreich und in den Niederlanden aus: Ab heute ist das Konzept auch im niederländischen Delft und im französischen Lille verfügbar, wo das Startup 40 beziehungsweise 180 Wohnungen vermittelt.

Niederlassungen in den jeweiligen Märkten hat Nestpick allerdings nicht eröffnet. Das Startup hat seinen Hauptstz in Berlin, wo etwa 140 Mitarbeiter arbeiten. „Wir müssen abwägen, ob es sich für uns lohnt, Büros in anderen Ländern zu eröffnen. Aber da wir eine Online-Präsenz haben, können wir auch ohne Mitarbeiter vor Ort im jeweiligen Land expandieren. In unserem Büro in Berlin haben wir natürlich ein sehr internationales Team“, sagt Fabian Dudek, der deutsche Nestpick-Gründer gegenüber Gründerszene.

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Dudek zog aufgrund seines Studiums ins niederländische Rotterdam und gründete dort im Mai 2014 das Startup. Einige Monate später suchte er nach Investoren, um Kosten zu decken. „Gerade am Anfang einer solchen Plattform wird einiges an Upfront-Kapital benötigt, um erst einmal die Seite mit Anzeigen zu füllen. Einer der Interessierten war Rocket Internet. Das hat von der Kultur und der Marke her gepasst und daher haben sie investiert,“ so Dudek. Rocket hält einen nicht genannten Mehrheitsanteil an Nestpick. Damit ist das Startup bereits die zweite Wohnungsvermittlungsplattform im Portfolio des Berliner Inkubators: Der Airbnb-Konkurrent Wimdu richtet sich im Gegensatz zu Nestpick an Privatpersonen, die Ferienwohnungen mieten wollen.

Das Unternehmen will noch weitere Märkte erschließen: Als nächstes sollen Skandinavien und Australien in das Angebot aufgenommen werden. Wann wieder expandiert wird, verrät Dudek jedoch nicht. Erst einmal konzentriert sich Nestpick auf das nächste anstehende Projekt: Den Relaunch der Website im April.

Bild: Rocket Internet