Jana Rokossa, Talent Acquisition Manager bei Rocket Internet

Von Food bis FinTech, von Putzkraftvermittlung bis Home & Living, es gibt kaum ein Geschäftsfeld, in dem Rocket Internet nicht mitmischt. Die Gründerszene Jobbörse sprach mit Jana Rokossa, Talent Acquisition Manager bei dem Berliner Company Builder, über den berüchtigten Rocket Speed, dem die Mitarbeiter gewachsen sein sollten, über den geplanten Umzug in ein größeres Office, in dem alles (noch) besser werden soll und das internationale Umfeld des Unternehmens.

Jana, seit wann bist du bei Rocket und welche Aufgaben übernimmst du im Unternehmen?

Ich bin seit 2014 bei Rocket. Angefangen habe ich als HR Intern. Mittlerweile bin ich als Talent Acquisition Manager verantwortlich für das End-to-End-Recruiting in den Bereichen Product und Design. Zusätzlich arbeite ich an verschiedenen Projekten mit, wie zum Beispiel an der Entwicklung einer Employer Branding Strategie für den Tech Recruiting Bereich, unserem Ausbildungsprogramm oder dem Relaunch unserer Karriereseite.

Welche Recruiting-Kanäle nutzt ihr denn, um neue Talente zu finden?

Neben den gängigen Recruiting-Kanälen, wie unserer Karriereseite und Jobpostings, probieren wir auch gerne neue Möglichkeiten aus. Seit März dieses Jahres haben wir zum Beispiel ein Sourcing Team, das sich auf die Direktansprache von potentiellen Kandidaten in sozialen Netzwerken konzentriert. Zudem kümmert sich unsere neue Employer Branding Managerin im Team darum, unser Personalmarketing weiter auszubauen. Das heißt nicht nur, dass wir auf Events vertreten sind. Wir kooperieren auch mit Universitäten, stellen unser Office für Events zur Verfügung oder lassen Mitarbeiter an Konferenzen oder Hackathons teilnehmen.

Natürlich möchten wir auch mit unseren Top Talents in Kontakt bleiben und haben daher vor Kurzem unser STAY Rocket Programm ins Leben gerufen. So haben wir die Chance mit unseren Interns auch während des Studiums noch in Kontakt zu bleiben und sie im besten Fall später in einer Festanstellung bei uns zu übernehmen.

In welchen Arbeitsbereichen sucht ihr momentan verstärkt Unterstützung?

Unterstützung suchen wir in jedem Bereich: Business Development, Online Marketing, Product, Finance – und besonders verstärkt natürlich im Tech-Bereich. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Software Engineers, Mobile Application Developers oder System Engineers. Wir laden jeden gerne ein, sich unsere neu gelaunchte Karriereseite anzuschauen und nach dem passenden Job zu suchen.

A propos „passend“: Was sollte man denn mitbringen, wenn man bei Rocket anfängt? Und mit welchen Eigenschaften ist man bei euch wirklich an der falschen Adresse?

Bei „Hands-on-Mentality“ denkt man zwar oft an eine Floskel aus Stellenausschreibungen, aber bei Rocket ist sie tatsächlich essentiell. Es ist uns wichtig, dass neue Mitarbeiter Lust haben viel Verantwortung zu übernehmen und sehr selbstständig arbeiten können. Ebenso wichtig ist es auch, den Spirit und die Begeisterung mitzubringen für das, was wir hier bei Rocket tun – nämlich neue Unternehmen zu gründen. Fehl am Platz ist man hingegen, wenn man eine gewisse Trägheit mitbringt. Nicht umsonst spricht man vom Rocket Speed und dem sollte man gewachsen sein.

Dieser Rocket Speed lässt das Unternehmen immer weiter wachsen: Das Rocket-Netzwerk beschäftigt mittlerweile über 30.000 Mitarbeiter in aller Welt. Und auch euer Headquarter in Berlin platzt mit rund 450 Mitarbeitern aus allen Nähten. Deshalb der Umzug in die Charlottenstraße?

Das kann man so sagen! Aus unserer Mitarbeiterumfrage Anfang dieses Jahres ging deutlich hervor, dass viele Mitarbeiter sich ein größeres und moderneres Office wünschen. Durch den Umzug stehen uns dann 22.000 Quadratmeter zur Verfügung. Diese sollen von Rocket selbst, aber eben auch von den Companies genutzt werden.

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Neben einer tollen Aussicht aus allen Büros wird es zudem eine Dachterrasse mit Blick über die Dächer von Berlin geben. Derzeit wird das Gebäude unseren Wünschen entsprechend renoviert. Auf unserer letzten Rocket-Thursday-Party wurde eine Urne aufgestellt, in der Vorschläge der Mitarbeiter für den neuen Rocket Tower gesammelt wurden. Anfang 2016 sollen dann die ersten Abteilungen einziehen. Bald werden regelmäßige Touren für uns angeboten, um sich den Tower anzuschauen.

Welche positiven Veränderungen wird der neue Standort noch mitbringen? Und mit welchen Problemen rechnet ihr?

Neben mehr Platz und einer modernen Ausstattung freuen wir uns vor allem auf die Synergieeffekte durch die engere Zusammenarbeit mit unseren Companies. Die räumliche Nähe ermöglicht einen besseren Austausch und eine schnellere Kommunikation. Dadurch, dass die Companies auch untereinander besser zusammenarbeiten können, ist es möglich, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Fehler zu vermeiden und schneller erfolgreich zu werden. Auch im HR bringt es viele Vorteile, den Hiring Managern der Companies näher zu sein. Unser Rocket-Netzwerk wächst dementsprechend enger zusammen. So befindet sich dann beispielsweise auch unsere ausgegliederte IT-Abteilung wieder unter unserem Dach.

Eine Herausforderung ist es, dass wir nicht mit allen 450 Mitarbeitern gleichzeitig umziehen können. Es bedarf einer guten Planung, welche Abteilung wann einzieht.

Wie schafft ihr es, so ein großes – und ständig wachsendes – Team zusammenzuhalten? Habt ihr besondere Rituale, an denen ihr hierfür festhaltet?

Einmal im Quartal findet in allen Teams ein Team Event statt. Das kann Lasertag oder Beachvolleyballspielen sein, aber auch Barbecues, Bowling, Kochkurse und vieles mehr. Unser letztes HR Team Event war zum Beispiel eine gemeinsame Spreefahrt. Für die Teams bedeutet das immer eine Menge Spaß und es ist eine tolle Möglichkeit seine Kollegen auch außerhalb der Arbeit besser kennen zu lernen.

Natürlich gibt es auch arbeitsbezogene Rituale im Team wie unseren HR Stand-up jeden Montag, bei dem jeder über wichtige Ereignisse in der Woche berichten kann, unseren Jour Fixe zum Besprechen wichtiger Themen und offener Fragen, unser regelmäßiges Best-Practice-Sharing oder unseren HR-Stammtisch zusammen mit unseren Companies.

An Platz mangelt es euch ja bekanntermaßen bald nicht mehr. Was könnt ihr euren Mitarbeitern außerdem noch anbieten, was man nirgendwo sonst findet?

Was Rocket wirklich einzigartig macht, ist auf jeden Fall unser internationales Netzwerk verteilt auf der ganzen Welt. Das ermöglicht Informationsaustausch mit den verschiedensten Ländern und Kulturen, internationale und einmalige Karrieremöglichkeiten sowie ein sehr dynamisches Umfeld. Zudem hat man bei Rocket die Chance das hautnahe Gründen unterschiedlichster Businessmodelle mitzubekommen, vom Food-Sektor hin zum FinTech-Bereich – und das in einer einzigartigen Geschwindigkeit. Bis zum Launch einer Company dauert es meist nur 100 Tage.

Du sprichst das internationale Umfeld an: Allein in eurem Headquarter kommen Menschen aus über 45 Nationen zusammen. Ist das immer eine Bereicherung oder gibt es auch schwierige Situationen, die daraus resultieren?

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Für Rocket ist es auf jeden Fall eine Bereicherung. Es ermöglicht einen kulturellen Austausch mit verschiedensten Perspektiven auf Situationen. Zudem sorgt es für ein breites Spektrum an Wissen und fördert Toleranz, Kreativität und Innovation. Praktisch ist natürlich auch jederzeit einen Muttersprachler in der Nähe zu haben. Allein unser HR Team ist zum Beispiel unglaublich international. Meine Teamkollegen und -kolleginnen kommen unter anderem aus Russland, Südafrika, Polen, Ecuador, Brasilien, Bulgarien und Australien. Schwierigkeiten kann es höchstens beim Aussprechen der Nachnamen bei der Vorstellung neuer Mitarbeiter geben.

Jana, vielen Dank für das Interview!

Alle derzeit von Rocket ausgeschriebenen Stellenanzeigen findest du in der Gründerszene Jobbörse.


Foto: Rocket Internet