Das Ullsteinhaus in Berlin

Die Rocket-Internet-Macher Oliver, Marc und Alexander Samwer kaufen eine historische Immobilie in Berlin: Das Tempelhofer Ullsteinhaus wechselt für mehrere Millionen Euro den Besitzer, wie der RBB berichtet. Der genaue Kaufpreis ist nicht bekannt, zuvor gehörte das Objekt dem Berliner Immobilienunternehmen Becker und Kries. Laut RBB stand es gar nicht öffentlich zum Verkauf.

Update, 8. Oktober, 16 Uhr: Nachdem bekannt wurde, dass die Samwer-Brüder das Ullsteinhaus gekauft haben, ist weiter unklar, wozu das Gebäude einmal verwendet werden soll. Rocket Internet bleibt auf Nachfrage von Gründerszene dabei, sein Hauptquartier wie geplant ab dem 1.1.2016 in das Kreuzberger GWS-Hochhaus zu verlegen. Das hatte Rocket bereits im April angekündigt.

Die erste Version des Artikels erschien am 7. Oktober.

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Das Ullsteinhaus gehört zu den Wahrzeichen Berlins. Das 77 Meter hohe Gebäude wurde in den 1920er Jahren von Eugen Schmohl ursprünglich für den Ullstein-Verlag errichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg war das Gebäude ein bedeutendes Pressehaus für Berliner Zeitungen: Nicht nur die B.Z. und Berliner Morgenpost wurden hier produziert, sondern beispielsweise auch der Tagesspiegel. 1985 ging das Gebäude an die Unternehmensgruppe Becker und Kries.

Im April war bekannt geworden, dass Rocket Internet das Kreuzberger GSW-Hochhaus beziehen wird. Im kommenden Jahr solle das Hauptquartier dorthin verlegt werden, da das alte Büro zu eng geworden sei. Das Unternehmen nennt das Haus mit 35 Etagen und 22.000 Quadratmetern „Rocket Tower“.

So sieht das neue HQ aus:

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Das Gebäudeensemble um den neuen „Rocket Tower“ in der Berliner Charlottenstraße.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von michalmolako; Mitarbeit: Hannah Loeffler