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Den ehemaligen Vaniday-Manager Robinson Blanchaert hat Rocket als CEO eingesetzt.

Erst vor wenigen Wochen startete Rocket Internet sein neues Projekt Launchcircle: ein Startup, das für Unternehmen die App-Entwicklung übernimmt und ihnen Entwickler vermittelt. Nun wurde bereits das nächste Venture von Rocket bekannt – und auch bei ihm geht es um Arbeitsvermittlung.

Der Ansatz ist allerdings völlig anders. Bei Ushift handelt es sich um eine Zeitarbeitsplattform, die eher gering qualifizierte Mitarbeiter mit Unternehmen zusammenbringen soll.

CEO Robinson Blanchaert erklärt gegenüber Tech in Asia: „Wenn du ein Restaurant während der Hochsaison leitest, brauchst du manchmal von dem einen auf den anderen Tag zehn zusätzliche Kellner, um die Arbeit leisten zu können.“ Solche Arbeiter sollen die Restaurantmanager dann über Ushift finden. Andere Einsatzbereiche seien etwa Telefonmarketing oder Events.

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Keine Expansionspläne nach Deutschland

Das neue Unternehmen startet nicht in Europa, sondern auf dem asiatischen Markt. In Singapur geht es Mitte Januar los, Thailand und Indonesien sollen schnell folgen. Derzeit gebe es keine Expansionspläne außerhalb Asiens, heißt es von einer Rocket-Sprecherin auf Nachfrage. Als Teil der Asia Pacific Internet Group von Rocket liege der Fokus auf Südostasien und Australien. In einigen Ländern ist das Unternehmen bereits mit Everjobs unterwegs, einem klassischem Jobportal.

Bei Ushift geht es dagegen eher um die kurzfristige Vermittlung. Die Interessenten können sich über das Portal anmelden, das Rocket-Unternehmen sortiert die Bewerber vor und führt dann Skype-Gespräche mit ihnen. Für die Unternehmen kostet der Service 100 US-Dollar pro Monat, die Arbeitssuchenden müssen nichts bezahlen.

Die Plattform verfüge über genügend Geld für ein Jahr, heißt es in dem Medienbericht. Ushift plane insgesamt 1.000 Unternehmen und 50.000 Jobsuchende in Singapur bis Ende 2017 auf die Seite zu holen.

In Deutschland gibt es bereits ähnliche Zeitarbeitsplattformen – etwa Zenjobs aus Berlin und Studitemps aus Köln, die sich allerdings beide eher an Studenten richten.

Bild: Vaniday