Intelligentes Wohnen

Bisher unterstützten gängige Investoren wie der Born2grow-Fonds oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau das Startup Rockethome aus Köln. Nun kommt ein bislang eher Szene-fremder Gesellschafter hinzu. Über seinen Venture-Arm beteiligt sich der deutsche Konzern Diehl an dem Smart-Home-Unternehmen. Die Höhe der Investition ist nicht bekannt. Rockethome wollte sich auf Nachfrage von Gründerszene nicht äußern.

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Das Kölner Startup bietet Unternehmen wie Stromanbietern Software-Lösungen, um ihre Produkte zu digitalisieren. So soll etwa die Steuerung von Photovoltaik-Anlagen oder Wärmepumpen, aber auch das Ein- und Ausschalten von Licht über Apps von Rockethome möglich sein.

Die in Nürnberg ansässige Diehl-Gruppe ist unterteilt in verschiedene Tochtergesellschaften wie den Rüstungshersteller Diehl Defence oder den Elektronikproduzent Diehl Controls. Diehl und Rockethome machen schon seit längerem Geschäfte: Die Diehl-Tochter Connectivity Solutions beliefert das Rockethome mit Hardware- und Software-Komponenten. Nach eigenen Angaben bedient das Startup derzeit etwa 40 Kunden aus den Bereichen Energie, der Immobilien, Telekommunikation, Handel und Hardware.

Rockethome-Gründer Yüksel Sirmasac

Gegründet wurde Rockethome im Jahr 2010 von Yüksel Sirmasac. Drei Jahre später gab es eine Finanzierung in Millionenhöhe für das Kölner Unternehmen: Born2grow, die Kreditanstalt für Wiederaufbau und mehrere Privatinvestoren investierten.

Mit dem Ansatz Häuser und Wohnungen intelligenter zu machen, ist Rockethome nicht allein. In Deutschland können Nutzer etwa mit der Technologie des Startups Tado Heizungen und Klimaanlagen steuern. Vor Kurzem gab es 20 Millionen Euro für die Münchener.

Und auch Internet-Riesen wie Google haben ihre Finger im Spiel. 2014 kaufte das Unternehmen das Smart-Home-Startup Nest, das intelligente Thermostate und Rauchmelder herstellt. Bei Nest soll es derzeit jedoch nicht so rund laufen.

Und auch Lars Hinrichs ist am intelligenten Wohnen interessiert. Der Xing-Gründer bastelt gerade an einem Luxus-Apartmentgebäude, in dem Kühlschränke über Inhalt und Haltbarkeitsdaten informieren und sich Badewannen mobil fernsteuern lassen sollen.

Artikelbild: © panthermedia.net / Christian Nitz; Bild im Text: Rockethome