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Das macht gute Laune in der Küche des neuen SAP-Accelerators.

Es ist einer dieser Berlin-Momente. Die Krausenstraße zweigt von der Friedrichstraße ab und führt zu den alten DDR-Plattenbauten, in denen verlässliche SED-Parteigenossen wohnen durften. Auf der anderen Straßenseite sieht es etwas vorzeigbarer aus. Und in einem Hauseingang steht die kleine Tür offen. Dahinter steht man in einem prachtvollen Gründerzeit-Hof, von dem aus eine breite Treppe ins Untergeschosse führt. Hier unten wird der neue Accelerator von SAP eröffnet.

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In Zusammenarbeit mit SAP und dem US-Accelerator Techstars arbeiten hier ab sofort Startups, in deren Fokus Softwarelösungen für Unternehmen stehen. Man wolle sich besonders um junge Unternehmen kümmern, die innovative Konzepte rund um Maschine Learning und AI anbieten, hieß es bei der Begrüßungsansprache. Dafür steht der sogenannte SAP.io-Fonds bereit, der in solche Startups investieren soll. Zunächst sollen 35 Millionen Dollar zur Verfügung stehen.

Aber es gibt nicht nur Geld. Wie schon beim IoT-Accelerator, den SAP seit Anfang des Jahres am Hackeschen Markt betreibt, wird mit dem weit verzweigten Kundennetz des Software-Herstellers und des Partners Techstars geworben. Dadurch sei ein Markteintritt für Startups sehr leicht, hieß es. Außerdem unterstützen Mentoren die Entwicklung der jungen Firmen.

Hier ein paar Eindrücke von der Eröffnung:

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Roher Stoff. Berliner Startup-Design.


SAP 4

Bevor es losging, gab es noch eine gute Tasse Kaffee.


SAP 3

Alexa Gorman, Global VP des SAP.iO Fund, führte durch die Veranstaltung.

Die erste Kohorte von zehn Startups beginnt jetzt ihre Arbeit in der Krausenstraße. Dabei sind:

SustAnalyze
Ein niederländisches Startup, das sich vorgenommen hat, Material- und Prozessinnovationen mit Hilfe von Datenanalyse zu beschleunigen.

Bewgle
Bewgle ist ein indisches Startup, das Firmen mit Hilfe von Machine Learning dabei unterstützt, die individuellen Bedürfnisse ihrer Nutzer besser zu verstehen.

Greendeck
Ein indisches „Pricing-as-a-Service“-Startup, das eine dynamische Preisgestaltungs-Maschine für den E-Commerce anbietet.

Ultimate.AI
Ein finnisches Startup, das sich auf automatischen Kundenservice spezialisiert hat. Die Software ist bereits in das SAP-System in Finnland integriert.

RefineAI
Eine Firma aus Miami, die Marktforschung für die Anbieter und Produzenten von Bewegtbildern betreibt. Mit Hilfe von Machine Learning können die Emotionen der Zuschauer gemessen werden, die dafür nicht in ein Forschungslabor gehen müssen.

Teamscope
Ein estnisches Startup hilft mit Datenanalyse beim Aufbau eines perfekten Teams. Jedes Teammitglied bekommt ein Datenprofil und es wird vorhergesagt, in welcher Zusammensetzung die beste Leistung erbracht werden kann.

Sensifai
Ein belgisches Startup, das an einer Anwendung für maschinelles Sehen und Audio-Verarbeitung arbeitet. Dabei wird Deep-Learning-Technologie eingesetzt.

Wise Athena
Ein spanisches Startup, das Firmen dabei hilft, den richtigen Preis für ihre Produkte zu finden.

Praktice.Ai
Das Startup kommt aus Indien und hat einen intelligenten Bot entwickelt, der im Krankenhaus dabei helfen soll, wiederkehrende Aufgaben zu erledigen.

Gtmhub
Ein bulgarisches Startup, das eine SaaS-Lösung entwickelt hat, die Firmen beim Umgang mit großen Datenmengen unterstützen soll.

Fotos: Frank Schmiechen