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SAP-Chef Bill McDermott will in künstliche Intelligenz investieren

Google, Facebook, Amazon oder IBM – sie alle investieren seit Jahren Unsummen in künstliche Intelligenz (KI). Mit dem neuen Google Assistent oder Amazons intelligentem Lautsprecher Echo ist die Technologie bereits für die breite Masse nutzbar.

Jetzt will auch ein deutscher Konzern oben mitspielen: Wie der SAP-Chef Bill McDermott im Interview mit dem Handelsblatt mitteilt, werde sein Unternehmen in den nächsten Jahren kräftig in KI investieren. „Wir wollen der führende Anbieter von maschinellem Lernen im Firmenkundengeschäft werden“, so McDermott.

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Einen Anwendungsfall für die künstliche Intelligenz sieht der CEO insbesondere im Personalwesen. So könne ein Algorithmus das Anforderungsprofil von Bewerbern abgleichen, ohne dass dabei etwa das Geschlecht eine Rolle spiele. „Computer haben keine Vorurteile“, sagt McDermott. Dass sie von Menschen programmiert werden, lässt der Manager außen vor.

Übernahmen und damit auch Startups erteilt er währenddessen eine klare Absage. „Wir haben 22.000 brillante Entwickler, die besten der Welt, wir mussten sie nur von der Kette lassen und auf die wichtigsten Themen ansetzen. Dafür brauchen wir kein kleines Startup als Beteiligung.“ Bisher würden sich bei SAP 100 Entwickler mit maschinellem Lernen, einem Teilgebiet der KI, beschäftigen.

Zudem wolle der Tech-Konzern in Zukunft auf die Blockchain-Technologie setzen, die Transaktionen ohne Vermittler ermöglicht. Die Blockchain sei eine disruptive Technologie, ganze Firmen würden deswegen verschwinden, meint McDermott. Sein Unternehmen werde „eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, den Vermittler verschwinden zu lassen und Geschäfte zu ermöglichen.“ Konkreter wird der SAP-Chef nicht. Nur soviel sagt er: Die 2011 als Datenbank gestartete Cloud-Plattform Hana solle dabei als Grundlage dienen.

Bild: SAP