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SAP will stärker als zuvor mit Risikokapital Gewinn machen

SAP, Deutschlands größtes Softwareunternehmen, will deutlich mehr Geld in die Förderung von Startups stecken. Das Unternehmen hebt sein Investment bei der Beteiligungsgesellschaft Sapphire Ventures um eine Milliarde auf 2,4 Milliarden Dollar an und macht den Risikokapital-Geber damit zu einem der wichtigsten weltweit. Investiert werden soll vor allem in junge Unternehmen, die an Innovationen in den Geschäftsfeldern von SAP arbeiten. Die Entscheidung über Investments trifft Sapphire Ventures unabhängig von dem Software-Unternehmen. „Wir fokussieren uns aber größtenteils auf Firmensoftware, die für SAP und SAP-Kunden wichtig werden könnte“, sagte Firmenchef Nino Marakovic gegenüber dem Handelsblatt.

Ein großer Teil wird in die USA abfließen

Darunter fallen dürften vor allem Startups aus den Bereichen Cloud Computing, künstliche Intelligenz und Industrie 4.0. Nach Angaben von SAP-Finanzvorstand Luka Mucic werde ein großer Teil des Geldes in die USA abfließen. Derzeit investiert Sapphire Ventures 75 Prozent seines Kapitals auf der anderen Seite des Atlantiks. Aber auch in Europa gebe es interessante Startups, die von der Finanzspritze profitieren dürften, so Mucic gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

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700 Millionen Dollar werden Teil eines Wachstums-Fonds, 300 Millionen Dollar sind für Frühfinanzierungen reserviert. Seit seinem Start 1996 hat Sapphire Ventures bereits in 138 Unternehmen investiert – darunter Linkedin, Square und Apigee. 2015 gingen neben dem Speicherspezialisten Box.com vier weitere von Sapphire Ventures geförderten Startups an die Börse.

Bild: Getty/Thomas Lohnes