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Schauspielerin Gwyneth Paltrow (44) engagiert sich bei einer Scheidungs-App

Scheidung, Streit – und Kinder, die darunter leiden. Für Michael Daniels wurde das alles zu viel. Diskussionen über Geld und Betreuungszeiten überforderten ihn, Missverständnisse mit seiner Ex-Frau arteten schnell in schlimme Auseinandersetzungen aus. „Die Angst davor hat mich nachts wachgehalten“, so der 37-Jährige aus Florida. „Ich habe zwei tolle Kinder und möchte einfach die Zeit unseres Lebens nicht auf so lächerliche Dinge verschwenden.“

Deswegen begann Daniels, über eine Lösung nachzudenken – und entwickelte Fayr. Er sagt, er wolle mit der App zwei Dinge bewirken: ein besserer Elternteil werden und das gemeinsame Sorgerecht leichter managen können.

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In der App, die es derzeit nur in den USA gibt, können Eltern ihre Ausgaben festhalten, finanzielle Dokumente hochladen, bei Orten einchecken, miteinander chatten und ihre Kalender teilen. Das Ganze soll dabei helfen, Streits zu vermeiden: Die Verwaltungsarbeit, die mit einer Scheidung einhergeht, soll übersichtlicher gemacht werden, Kommunikation konstruktiver werden. Eltern bezahlen für die Nutzung fünf US-Dollar monatlich.

Für sein Konzept hat der Gründer vor wenigen Tagen Hollywood-Schauspielerin Gwyneth Paltrow als Werbegesicht und Beraterin gewonnen. Kennengelernt haben sich die beiden in der Reality-Serie „Planet of the Apps“, der ersten Eigenproduktion von Apple. Dabei pitchen App-Entwickler ihre Idee vor einer Jury bestehend aus Schauspielerin Jessica Alba, dem Musiker Will.i.am, Seriengründer Gary Vaynerchuk und eben Paltrow. Die Show wurde zwar für ihre Realitätsferne kritisiert – ähnlich wie die deutsche Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ –, dem Fayr-Gründer Daniels dürfte die prominente Unterstützung dennoch Aufwind geben. Aktuell wird seine App bei der bekannten Kuratierwebseite Product Hunt präsentiert.

Paltrow hat sich in der Vergangenheit mehrmals zu ihrer Scheidung von dem Coldplay-Sänger Chris Martin geäußert und sie als „extrem schmerzhaft“ bezeichnet. Fayr, so wirbt sie, könne dabei helfen, Stabilität für den Nachwuchs zu schaffen.

Sollte Fayr-Gründer Daniels eine Expansion in Betracht ziehen, wäre Deutschland sicherlich ein attraktiver Markt: Hier lag die Scheidungsrate im Jahr 2016 bei knapp 40 Prozent.

Bild: JB Lacroix/ Getty