female founders

In der Gründerinnen-Kolumne stellt Gründerszene regelmäßig deutsche Gründerinnen vor, im April stellte VentureVillage die Frage „Where are all the female entrepreneurs?“, im Juli fragte Gründerszene: „Ist das Internet weiblich?“ Doch noch immer sind Frauen Mangelware in der Startup-Welt. In den USA ergreifen Frauen mit Unternehmergeist immer öfter die Initiative. Mit dem Inkubator Woman Innovate Mobile ging zu Beginn des Jahres sogar ein eigener Tech-Accelerator nur für Frauen an den Start. Welche Gründerinnen bestimmen die US-Szene schon seit Jahren und wer ist erst ganz frisch eingestiegen – sechs interessante Beispiele.

Sechs interessante Gründerinnen aus den USA

Stacy McCoy | Give To Get Jobs
Mit Give To Get Jobs rief die Sozialunternehmerin Stacy McCoy 2011 eine Plattform für Jobs im CSR-Bereich ins Leben und richtet sich damit an Arbeitssuchende, die ein geregeltes Einkommen mit sozialem oder ökologischem Handeln verbinden möchten. Stacy McCoy studierte Religions-, Entwicklungs- und Politikwissenschaften und entschied sich anschließend gegen die direkte Entwicklungszusammenheit und für ihr „Impact“-Startup.

Kelly Hoey | Women Innovate Mobile

Die drei New Yorker Gründerinnen Kelly Hoey, Deborah Jackson und Veronika Sonsev hatten genug von endlosen Diskussionen über die Frauenquote in Tech-Startups und gingen das Thema direkt an: Mit dem Inkubator Women Innovate Mobile gründeten sie Anfang 2012 einen Startup-Hub für Frauen mit Mobile-Ambitionen. Als einer der ersten Teilnehmer erhielt der App-Baukasten Appguppy kostenlose Büroräume und eine Anschubfinanzierung von 18.000 US-Dollar.

Joselle Ho | Miso Media
Miso Media möchte Lagerfeuer-Fähigkeiten ins digitale Zeitalter übertragen und entwickelt Mobile- und iPad-Apps, die den Musiker im Tech-Nerd wecken sollen. Das Google Venture sicherte sich nicht nur den Publikumspreis der TechCrunch Disrupt 2010, sondern zudem bisher mehr als drei Millionen US-Dollar an Risikokapital. Die Designerin und Mitgründerin Joselle Ho leitet die Kreativarbeit des Startups aus Venice.

Elizabeth Stewart | The Hub LA

Noch mehr Raum für neue Startups: Mit dem Coworking-Space The Hub LA eröffnete die Seriengründerin Elizabeth Steward einen weiteren Ableger des internationalen The-Hub-Netzwerkes. 2006 in London gestartet, zählt das Hub-Netzwerk weltweit mehr als 30 Arbeits- und Eventlocations. Bevor sich Elizabeth Steward dem Coworking verschrieb, gründete sie CAUSEmopolis, eine Beratungsfirma für kollaborative und nachhaltige Stadtentwicklung.

Carol Realini | Obopay

Mit Obopay schickte die erfahrene Gründerin Carol Realini bereits 2005 ein Mobile-Payment-Startup ins Rennen, dass in der letzten Finanzierungsrunde 2009 die stattliche Summe von 70 Millionen US-Dollar einsammelte. Als Finanz-Veteranin und Chairwoman von Obopay sprach Carol Realini zuletzt beim Weltwirtschaftsforum in Davos zum Thema „Mobile Financial Services for All“.

Cathy Edwards | Chomp
Mit Chomp gründete Cathy Edwards das US-Pendant zur Berliner App-Suche Xyologic (www.xyologic.com). Als CTO und Mitgründerin entwickelte Edwards den Suchalgorithmus zur Funktionsbeschreibung einzelner Apps, der bereits 2010 für das iPhone und im folgenden Jahr auch für Android-Geräte launchte. Im Februar 2012 zahlte sich die Arbeit aus und Google übernahm das Startup aus San Francisco für 50 Millionen US-Dollar.

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Bildmaterial: Wikimedia Commons