Shave-Lab christopher von hallwyl Startup-Helden

Shave-Lab-Gründer Christopher von Hallwyl

„Startup-Held“ Christopher von Hallwyl im Interview

Christopher von Hallwyl ist Spross einer adeligen Familie von Kunstliebhabern. Klar, dass bei seinem Unternehmen Shave-Lab (www.shave-lab.com) auch das Alltagsthema Rasieren mit Luxus und Ästhetik verbunden wird. Der 35-Jährige widmet sich seit 2010 der Aufgabe, „das Alltagsprodukt Rasierer neu zu inszenieren“. 2011 launchte er den Onlineshop, welcher momentan sechsstellige Kundenzahlen verzeichnet. Das Berliner Startup Mornin‘ Glory, welches sich als Abo-Dienst für günstige Klingen positioniert, sieht von Hallwyl dabei nicht als Konkurrenz. Der Wirtschaftsabsolvent leitet ein derzeit 8-köpfiges Team von festen Mitarbeitern in München.

Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Christopher von Hallwyl. Vor zweieinhalb Jahren habe ich Shave-Lab gegründet. In dem Onlineshop finden Männer und Frauen hochqualitative Design-Nassrasierer zu günstigen Preisen – insbesondere mit dem Ansatz, bei den Rasierklingen deutlich zu sparen. Seitdem sind wir in Deutschland, Österreich, der Schweiz und seit kurzem auch in Slowenien, Russland, Tschechien und in Skandinavien aktiv. Wir sind damit sozusagen das H&M für Rasierzubehör – cooles Design und hoher Komfort zu günstigen Preisen.

Was macht Shave-Lab einzigartig?

Das Design unserer Rasierprodukte ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu Rasierern aus Drogeriemärkten und meine persönlich größte Leidenschaft. Mit Shave-Lab wollen wir das Alltagsprodukt Rasierer neu inszenieren. Dazu kommen ein unverwechselbares Produkt- und Einkaufserlebnis sowie ein hoher Komfortfaktor für unsere Kunden. Bei uns können sie selbst entscheiden, ob sie ein Abo wollen oder nicht. Großen Wert legen wir auf unsere ökologisch nachhaltige Eigenproduktion von Einzelteilen und die recyclebaren Produktverpackungen.

Wie bist Du auf die Idee zu Shave-Lab gekommen?

Ich komme aus der Luxus- und Konsumgüterbranche und bin überzeugt, dass vor allem der Rasierermarkt erhebliches Potenzial bietet, die Menschen mit hochqualitativen und schönen Produkten zu günstigen Preisen zu überzeugen. Noch wird dieser Markt von zwei großen Playern beherrscht. Deren Rasierer sind optisch sehr ähnlich und vor allem die Klingen werden oft zu empfindlich hohen Preisen angeboten. Hier setzen wir mit unserem Online-Modell an und können bessere Preise bieten.

Warum fiel die Wahl zum Internationalisierungsstart nach Slowenien und welche nächsten Ziele habt Ihr weshalb gewählt?

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Slowenien ist auf Grund seiner Größe und Struktur der perfekte Proband, um unsere Internationalisierungsstrategie zu testen. Die erfolgreichen Ergebnisse waren für uns die Bestätigung, diese Strategie weiter auszurollen. Im nächsten Schritt folgen Kernmärkte in Europa, danach gehen wir in Asien beziehungsweise in den BRIC-Ländern an den Markt. Hier liegt enormes Potenzial aufgrund der Marktgrößen und der interessanten Infrastrukturen. Durch unseren „Design Made in Germany“-Stempel versprechen wir uns hier hohe Chancen auf einen zügigen Erfolg.

Welche Tipps gibst Du jungen Gründern nach Deinen eigenen Erfahrungen mit auf den Weg?

Just do it! Es gibt leider viel zu viele „Nein-Sager“ und Pessimisten in unserem Land. Grundsätzlich wird allen erst mal erklärt, warum etwas nicht funktioniert. Wer sich an Regelbrüche und mentale Konventionsverschiebungen wagt, liegt schon mal deutlich im Vorteil. Fangt an, quer zu denken und gute, erfolgreiche Geschäftsmodelle auf andere Branchen oder Produktgruppen zu übertragen. Schon entsteht eine Geschäftsidee. Letzten Endes bleibt zu sagen, dass auch an Picassos Philosophie einiges dran ist: Ein Prozent Inspiration – 99 Prozent Fleiß.

Bild: Shave-Lab