DEARBORN, MI - MARCH 10: A 2014 Ford Explorer XLT performs a full-frontal crash impact test into a wall at 30mph at the Crash Barrier Dearborn Development Center March 10, 2014 in Dearborn, Michigan. Ford has performed 2 million crash test simulations in the past ten years. (Photo by Bill Pugliano/Getty Images)

Mobilitäts-Startups sind gerade heiße Kandidaten für Übernahmen durch Konzerne. Nachdem die deutschen Autobauer lange gezögert haben, in junge Technologie-Unternehmen zu investieren, sitzt nun das Geld bei BMW, Daimler und Siemens lockerer. So hat der Münchner Automobil-Zulieferer nun angekündigt, auch das niederländische Startup Tass für eine ungenannte Summe komplett zu übernehmen.

Die Niederländer konzentrieren sich auf die Entwicklung von autonomem Fahren, Fahrerassistenzsystemen sowie Reifenmodellierung. Dafür entwickelt Tass Simulationssoftware, die Autounfälle und deren Folgen auf den menschlichen Körper berechnet. Mit 200 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen zuletzt einen Jahresumsatz von rund 27 Millionen Euro.

Deutschland: 52 Prozent aller weltweiten Mobility-Patentanmeldungen

Auch wenn US-amerikanische Mobility-Pioniere wie Tesla oder Uber öffentlichkeitswirksam an einem Vorreiter-Image schrauben, zeigt sich an anderer Stelle der technologische Vorsprung der hiesigen Auto-Konzerne und ihrer Zulieferer. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft entfallen die meisten Patentanmeldungen im Bereich selbstfahrender Autos auf deutsche Mobilitäts-Konzerne. Mit Bosch, Audi und Continental sind die Top Drei fest in deutscher Hand. Auch Volkswagen, BMW und Daimler schaffen es unter die besten zehn. Rund 52 Prozent aller Patentanmeldungen gehen auf die deutschen. Unter den Zulieferern sind es sogar 76 Prozent.

Siemens muss sich im Ranking allerdings den US-amerikanischen Konzernen Ford, GM und Google geschlagen geben. Auch Toyota verbucht mehr Patentanmeldungen als der deutsche Zulieferer. Mit der Tass-Übernahme dürften sich die Münchner aber im Bereich der Spitzentechnologie im autonomen Fahren stärker positionieren.

Schwedisches Startup: Siemens fertigt das lenkradlose E-Auto von Uniti

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In 36 Stunden sammelte das schwedische Startup Uniti 500.000 Euro. Bei der Fertigung des ungewöhnlichen Fahrzeugs soll nun Siemens aushelfen.

Bild: Getty / Bill Pugliano