Eric Schmidt Sigmar Gabriel

#wirtschaftfuermorgen

„Über den Wert unserer Daten – Ein Gespräch über Freiheit, Innovation und Datensouveränität im digitalen Zeitalter.“ So betitelt das Bundeswirtschaftsministerium seine jüngste Digital-Veranstaltung, bei der heute Abend Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Berlin auf Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt trifft.

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Es wird kein Treffen unter Freunden. Denn seit Monaten schon hat sich der SPD-Chef zum Google-Chefkritiker auserkoren – und vor einigen Monaten sogar gefordert, den Suchmaschinenriesen aufgrund seiner Übermacht zu zerschlagen.

Schmidt hatte für den Internet-Konzern stets gekontert, man sei längst nicht der einzige Traffic-Lieferant. Erst gestern nannte er bei einem Auftritt in Berlin als konkretes Beispiel die Bild-Zeitung. Die bekomme gerade einmal zehn Prozent ihrer Besuche über Google, so Schmidt. Damit will er auch Springer-Chef Mathias Döpfner entkräften, der sich im Frühjahr in einem offenen Brief gegen den Suchmaschinengiganten ausgelassen hatte. In vielen anderen Bereichen sehe es ähnlich aus, sagt Schmidt. Alles harmlos also.

Besonders in Europa sehen das viele anders. Mit Worten wie Informationskapitalismus sperrt man sich gegen die „Datenkrake“ aus den USA. Welche konkreten Schwerpunkte das eineinhalbstündige Panel heute Abend haben soll, wurde vorab nicht verraten. Aber man darf auf eine kontroverse Diskussion gespannt sein.

Der Clou: Das Zusammentreffen wird heute ab 19:00 Uhr auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums live ausgestrahlt. Fragen können via Social Media unter dem Hashtag #wirtschaftfuermorgen an das Podium gestellt werden.

Bild: BMWi