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Screenshot der Silexica-Seite

Bereits eine Menge Zeit hat das Unternehmen Silexica in die Entwicklung seiner Software gesteckt: Seit rund acht Jahren forscht das Team an der Technologie. Nun überzeugt das Hochschul-Spinoff einen namhaften Investor aus dem Silicon Valley, der von drei Google- und Microsoft-Chefs gegründet wurde. Merus Capital investiert in der Serie A gemeinsam mit dem deutschen VC Paua Ventures, dem Seed-Fonds Aachen sowie dem Venture-Arm des Tech-Unternehmens DSA acht Millionen US-Dollar in Silexica.

Mit dem Kapital wollen die drei Gründer Maximilian Odendahl, Weihua Sheng und Johannes Emigholz unter anderem ihre Produkte ausbauen. Silexica bietet zum Beispiel ein Software-Tool an, das Programme schneller machen und Energie sparen soll.

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Die Gründer Maximilian Odendahl, Weihua Sheng und Johannes Emigholz (von links)

„Bevor wir mit unserer Technologie auf den Markt kamen, wurden Software-Programme oft von Programmieren per Hand für Multicore-Prozessoren optimiert“, erzählt Emigholz gegenüber Gründerszene. „Das war jedoch komplex und aufwendig. Mit unserer Lösung können solche Programme automatisch umgeschrieben werden.“ Zu den Kunden des Unternehmens gehören nach eigenen Angaben Konzerne wie der Smartphone-Hersteller Huawei.

Silexica ist eine Ausgründung aus der RWTH Aachen, wo die drei Gründer studierten und forschten. Das Unternehmen hat bereits zuvor finanzielle Förderungen bekommen. Vor etwa einem Jahr sammelte es eine Million Euro ein, ebenfalls vom Seed Fonds Aachen und DSA Invest. Mit dem Geld habe das Gründerteam unter anderem der Hochschule die Eigentumsrechte an der Technologie abgekauft, so Emigholz. Die genaue Summe möchte er nicht nennen. Dass die Rechte bei jahrelanger Forschungsarbeit bei den Hochschule lägen, sei üblich, erklärt Emigholz.

Geld verdient Silexica durch den Verkauf der Software-Lizenzen an Unternehmen. „Was wir machen, ist kein Massengeschäft“, sagt der Gründer. „Wir sind noch nicht profitabel und das steht derzeit auch nicht im Vordergrund. Erstmal konzentrieren wir uns darauf, unsere Technologie weiter auszubauen und zu wachsen.“

Seit rund einem Monat sitzt das Unternehmen mit 20 Mitarbeitern in Köln. „Wir stellen Talente aus aller Welt ein und suchen Weltklasse-Programmierer“, begründet Emigholz den Umzug. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Mitarbeiter aus Städten wie London ungern nach Aachen ziehen. Da ist Köln eine bessere Option, hier gibt es ein besseres Startup-Ökosystem.“ Zudem hat Silexica eine Niederlassung im US-amerikanischen Silicon Valley und im japanischen Yokohama, ein Büro in China soll 2017 eröffnet werden.

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Bild: Screenshot/Silexica; Facebook-Bild: Westend61