Deutsche Bank - Strategischer Dialog

Schnelles Wachstum bedeutet schnellen Wandel

Wenn die Geschäftsidee zündet und ein Startup in die Skalierung geht, stehen alle Zeichen auf Veränderung. Damit diese dynamische erste Zeit des Wachstums nicht in Wildwuchs endet, muss vor allem eins gegeben sein: eine solide geschäftliche Grundlage. Denn nur von einer stabilen Business-Basis aus können Gründer neue Expansionsprozesse starten.

In dieser spannenden Phase ist es wichtig, nicht so kurzfristig zu planen, sondern geschäftliche Ideen umsichtig anzugehen. So manch ein Gründer unterschätzt die Wichtigkeit eines solchen strategischen Weitblicks jedoch – insbesondere im Finance-Bereich.

Finanzielle Weichen stellen – schwieriger als gedacht?

Startups müssen ihre Infrastrukturen unbedingt auch in finanzieller Hinsicht festigen, um nachhaltig skalieren zu können. Doch warum wird der Ausbau des kaufmännischen und bankgeschäftlichen Bereichs oft noch vernachlässigt? Häufig liegt der Fokus des Gründerteams stark auf dem Produkt, dessen Weiterentwicklung oberste Priorität hat. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße sollten Gründer sich jedoch von dieser ‚Produktverliebtheit’ lösen und überlegen, wie sie ihren Vertrieb optimieren, den immer komplexer werdenden Zahlungsverkehr managen und ob sie vielleicht einen CFO einstellen sollten.

Wie schaffen es skalierende Startups also, die richtigen finanziellen Maßnahmen in ihre unternehmerischen Wachstumsvorhaben zu integrieren – und zwar nicht nur in operativer, sondern auch in strategischer Hinsicht?

Wachstumstreiber aus der Bankenwelt

Wenn sich jemand mit bankgeschäftlichen Belangen besonders gut auskennt, dann sind es vor allem: Banken. Deshalb beraten die Startup-Teams der Deutschen Bank bereits seit einiger Zeit in sieben deutschen Städten Gründer und Startups, um gemeinsam mit ihnen passende und nachhaltige Lösungen für ihre Wachstumsziele zu entwickeln.

Der strategische Dialog ist dabei eines der Herzstücke dieser Initiative. „Der Dialog gewinnt dann an entscheidender Bedeutung, wenn sich ein Geschäftsmodell beweist und das Startup in die Wachstumsphase geht“, erklärt Oliver John, der die Startup-Teams in Hamburg koordiniert. „Je stärker ein Startup wächst, desto stärker kommen natürlich auch Themen aus dem Zahlungsverkehr sowie Finanzierungsfragen dazu.“ Deswegen sei es wichtig, bereits früh die richtigen Weichen zu stellen, den Markt im Blick zu haben und vorausschauend zu planen. „Je größer ein Startup wird, desto eingefahrener werden seine Prozesse – und somit wird es immer schwieriger, finanzielle Strukturen zu ändern“, sagt der Banking-Experte.

Die Fähigkeit, finanzielle Perspektiven aufzuzeigen

Wie kann man sich abseits von einer neuen Equity-Runde finanzieren? Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für eine Working Capital-Finanzierung? Wie regelt man komplexer werdende Zahlungsströme im Cash Management? Und was gilt es bei der Expansion ins Ausland und der Liquiditätsoptimierung zu beachten? All das sind typische Fragen in der Growth Stage, um die sich die Startup-Teams gemeinsam mit den Jungunternehmern kümmern.

Die Teams sind interdisziplinär aufgestellt und die einzelnen Mitglieder verfügen über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit schnell wachsenden Unternehmen. Durch ihre verschiedenen fachlichen Ausrichtungen können sie Startups dementsprechend umfassend betreuen und strategisch unterstützen.

Alle Informationen zu den Startup-Teams der Deutschen Bank gibt es hier.

„Beim strategischen Dialog geht es darum, die Innovation eines Startups zu verstehen und sein Geschäftsmodell zu durchdringen, um im Anschluss Marktpotenziale, Währungsrisiken und Finanzierungsmöglichkeiten zu analysieren“, sagt Nicolas Brenk, der das Startup-Team in der Region Rhein-Ruhr leitet. Durch die neuen Erkenntnisse aus den Dialogen lassen sich zukünftig relevante Finanzthemen identifizieren, die dann den individuellen Bedürfnissen angepasst und weiterentwickelt werden.

Ein großes Kontaktnetzwerk als Türenöffner

Die Startup-Teams können die Gründer außerdem mit zahlreichen internen Experten vernetzen und ihnen so in spezifischen Wachstumsfragen weiterhelfen. „Hat ein Startup ein spezielles Anliegen – etwa zu Accounting- oder Legal-Problemen – können wir ihnen umgehend einen Kontakt aus dem regionalen Ökosystem vermitteln“, sagt Brenk. Auch im Falle eines Kooperationswunsches kann die Deutsche Bank als möglicher Türöffner agieren. Das Finanzhaus verfügt zudem über ein großes Investoren-Netzwerk. Startups mit Wachstumsambitionen erhalten somit gute Voraussetzungen, um ihre Potenziale besser auszuschöpfen.

Wachstum und digitale Strategien gemeinsam angehen

Neben den Startup-Teams engagiert sich die Deutsche Bank mit vielen weiteren Digitalisierungsinitiativen für die Unterstützung innovativer Geschäftsideen. So tüfteln derzeit rund 400 Software-, IT- und Finanzexperten in der Digital Factory, dem neuen Entwicklungszentrum der Deutschen Bank, an innovativen digitalen Bankprodukten. Unter ihnen befinden sich jede Menge Fintech- und Insurtech-Startups. Und in ihren Innovation Labs erarbeitet die Deutsche Bank gemeinsam mit Startups Ideen für technische Lösungen, die in der Digital Factory umgesetzt werden. „Wenn wir im strategischen Dialog feststellen, dass ein Fintech-Startup eine erfolgversprechende Technologie entwickelt hat und diese gerne testen würde, stellen wir auf Wunsch auch direkt Kontakt zum Innovation Lab oder der Digitalfabrik her“, erzählt John.

 

Artikelbild: stocksnap.io