Wollen Buchhaltung künstlicher Intelligenz überlassen: Smacc-Gründer Stefan Korsch, Uli Erxleben und Janosch Novak

Buchhaltung ist ja so eine Sache, vor allem in Startups. Aber man kommt ja nicht drumherum. Um den Prozess dann wenigstens möglichst digital zu gestalten, haben die beiden ehemaligen Epic-Companies-Geschäftsführer Ulrich Erxleben und Janosch Novak zusammen mit Stefan Korsch, den sie über ihr Netzwerk kennenlernten, im vergangenen Jahr das Startup Smacc gegründet. Das Potsdamer Jungunternehmen bietet eigene Soft- und Hardware für die Finanzprozesse im Unternehmen und bei Selbstständigen an.

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Die Cloud-Plattform mache sich künstliche Intelligenz zu Nutze, um die eingescannten Belege zu verstehen und die typischerweise langwierigen und meist manuellen Prozesse zu automatisieren, erklärt Mitgründer Novak gegenüber Gründerszene. Für ihren Ausbau hat sich Smacc nun Kapital geholt. In einer Serie-A-Finanzierungsrunde investieren Cherry Ventures, Global Founders Capital, Dieter von Holtzbrinck Ventures und Grazia Equity 3,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Schneller wachsen und neue Kunden gewinnen will Smacc, das derzeit 20 Mitarbeiter beschäftigt, mit dem Kapital selbstredend auch.

Von der laufenden Buchhaltung, über Löhne und Gehälter bis hin zur Spesenabrechnung soll die Cloud-Lösung alles abdecken, verspricht Smacc. Man habe dafür auch schon Kunden ganz unterschiedlicher Größe überzeugen können, so Novak. Je größer das Unternehmen, desto wahrscheinlicher ist es allerdings, dass es schon Bestandssysteme gibt. Mit einigen von diesen verstehe sich das Smacc-Angebot zwar bereits, allerdings soll die Anzahl der Schnittstellen zukünftig noch ausgebaut werden.

Nach Potsdam sind die Gründer übrigens gegangen, weil sie die Nähe zur dortigen Universität und vor allem zum Hasso-Plattner-Institut suchten, so Novak weiter. Im vergangenen Jahr hatten sie von der Investitionsbank des Landes Brandenburg eine Förderung bekommen.

Bild: Smacc