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Die Protonet-Gründer Ali Jelveh und Christopher Blum (von links).

Ingesamt sammelte das Hamburger Startup Protonet 318.000 US-Dollar über Indiegogo für seine Smart-Home-Zentrale Zoe ein. Doch auch vier Monate nach Abschluss der Kampagne konnte das Hamburger Startup bislang keines der Geräte ausliefern. Am Mittwoch teilte Mitgründer Ali Jelveh dann über die Crowdfunding-Plattform mit, dass alle Unterstützer ihr Geld zurück erstattet bekommen. Bei der Entwicklung eines technischen Teils sei es zu unvorhersehbaren Verzögerungen gekommen, so Jelveh.

Eine Sprecherin des Unternehmens präzisierte auf Nachfrage von Heise Online, dass die Entwicklung von Zoe nicht eingestellt, sondern lediglich verschoben werde. Als Wiedergutmachung verspricht das Unternehmen den Crowdfinanziers, nach Fertigstellung des Geräts Vorzugsangebote zu gewähren.

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Zoe verwaltet zuhause alle vernetzten Geräte per Sprachsteuerung. Die persönlichen Daten bleiben in der eigenen Cloud.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Hamburger Ärger mit der Crowd haben. Anfang des Jahres fühlten sich die Kleininvestoren der Plattform Seedmatch betrogen, weil die Unternehmensbewertung von Protonet nachträglich nach unten geschraubt wurde. Grund dafür war die Teilnahme der Hamburger an dem Y Combinator. Über das US-Programm erhielten sie ein Funding in Höhe von 120.000 US-Dollar. Das Problem: An Y Combinator wurden die Anteile günstiger ausgegeben und die neue Bewertung war dadurch nur ein Bruchteil der 11,9 Millionen Euro, die Protonet noch bei seiner Crowd-Kampagne 2014 angesetzt hatte. Viele der Anleger, die insgesamt drei Millionen Euro investierten, fühlten sich verprellt.

Doch es gab auch positive Nachrichten: Juli dieses Jahres sammelten die Hamburger 1,6 Millionen US-Dollar von unbekannten US-Investoren ein.

Dass es jetzt erneut zu Schwierigkeiten mit der Crowd gekommen ist, dürfte es dem Startup in Zukunft schwer machen, erneut an Investoren zu gelangen.

Bild: Protonet; Der Artikel wurde nachträglich angepasst.