smmove

Smmove-Gründer: Michael Scheiblich, Alexander Kanellopulos und Roland Peter (von links)

Einst wollte Smmove die Revolution der Immobilienbranche sein, indem es die komplette Wohnungssuche – von der Anzeige bis zum Vertragsabschluss – digitalisierte und zudem potenzielle Mieter gegeneinander bieten ließ. Doch davon ist nicht mehr viel übrig: Das drei Jahre alte Unternehmen ist zahlungsunfähig und überschuldet, das Insolvenzverfahren wurde Mitte Juli offiziell eröffnet.

Drei Monate lang habe das Unternehmen keine Sozialversicherungsbeiträge an zwei Krankenkassen gezahlt, erzählt die Rechtsanwältin Stephanie Hotopp von der Kanzlei Voigt-Salus, die mit dem Fall beauftragt wurde. Daraufhin hätten die beiden Kassen bereits Ende 2016 Insolvenz für Smmove beantragt. Der Betrieb des Unternehmen sei bereits im Mai oder Juni 2016 eingestellt worden.

Anzeige
„Im Vorfeld der Insolvenzanträge hatte das Unternehmen versucht, die Software zu veräußern und aus den erzielten Erlösen die Gläubiger zumindest quotal zu befriedigen“, sagt Hotopp. „Das hat aber nicht geklappt, weshalb einige Gläubiger – insbesondere die antragsstellenden Krankenkassen – die Gespräche abgebrochen haben.“ 

Smmove habe 2016 nach einer Finanzierungsrunde gesucht, um sich nach Fertigstellung der eigenen IT-Lösung zu finanzieren. Geld hat das Startup aber laut Hotopp nicht bekommen. Das Unternehmen werde nun liquidiert. Man wolle zwar weiter versuchen, die Software zu verkaufen. Aber: Man sei zu dem Ergebnis gekommen, „dass zumindest derzeit kein Interesse am Erwerb der Software oder an einer Beteiligung an dem Unternehmen besteht.“

Das Online-Auktionsportal für Immobilien wurde Anfang 2014 von Alexander Kanellopulos, Michael Scheiblich und Roland Peter gegründet.

Bild: Smmove