Wein

Ursprüngliches Geschäftsmodell Anfang des Jahres gekippt

Der Online-Weinanbieter Sommelier Privé hat Insolvenz angemeldet. Das berichtet Deutsche Startups und bezieht sich auf ein Interview, das Companisto mit dem Startup führte. Auf der Crowdfunding-Plattform hatte Sommelier Privé Ende letzten Jahres von 715 Investoren insgesamt 300.000 Euro eingesammelt.

Als Grund für die Insolvenz nennt Sommelier-Privé-Mitgründer Marc Philipp Clemens eine nicht zustande gekommene Anschlussfinanzierung. Gespräche mit Investoren seien zwar „sehr weit fortgeschritten“ gewesen, potentielle Geldgeber letztlich aber abgesprungen.

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Das 2012 gegründete Startup stellt individualisierte Weinpakete nach Empfehlungen eines Sommeliers zusammen. Im Onlineshop durchlaufen Liebhaber des Rebensafts außerdem einen virtuellen Geschmackstest, der sie einem bestimmten Profil zuordnet. Auf Basis dieses Profils können Nutzer auch ein Weinkisten-Abo mit individualisiertem Inhalt kaufen. Auch auf der Seite des Konkurrenten Mein Sommelier lassen sich maßgeschneiderte und von einem Sommelier kurierte Weinboxen zusammenstellen.

Wie viel die Gläubiger von ihrem investierten Kapital wiedersehen, werde ein Insolvenzverwalter entscheiden müssen.

Erst Anfang dieses Jahres hatten die Macher von Sommelier Privé damit begonnen, das ursprüngliche Geschäftsmodell über den Haufen zu werfen. Geplant gewesen sei eine App im Stile der dänischen Wein-Bewertungsapp Vivino. Die habe nun kurz vor der Fertigstellung gestanden.

Auch andere Crowd-finanzierte Startups gingen im letzten Jahr Pleite: Die erste Insolvenz eines auf Companisto crowdfinanzierten Startups vermeldete der Sportartikel-Marktplatz Sportrade im Februar dieses Jahres. Außerdem rutschte kürzlich das über Seedmatch geförderte Startup Tampons For You in die Insolvenz, genauso wie Betandsleep, BluePatent und FoodieSquare.

Bild: Pixabay / Gerd Altmann