sponsorpay-und-gratispay-im-team

„Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt“ – mit diesen Worten endet die Pressemitteilung, die dieser Tage den Zusammenschluss zweier junger Unternehmen bekannt gibt. SponsorPay (www.sponsorpay.com) und GratisPay (www.gratispay.de) waren im letzten Jahr quasi zeitgleich gestartet und da ersteres aus der Feder von Team Europe Ventures (an Gründerszene beteiligt) und zweiteres aus jener von Rocket Internet stammt, mag man zunächst vermuten, dass im gegenseitigen Wettrennen gecopycattet wurde. Glaubt man den Beteiligten, war es aber reiner Zufall, dass beide Inkubatoren mit nahezu demselben Konzept (und Namen) an den Start gingen. Mit dem von Founders Link geförderten Deal United (www.dealunited.de) gibt es daneben ohnehin noch einen weiteren Wettbewerber, der schon länger am Markt ist.

 

Nun schließen sich zumindest zwei aus diesem Trio zusammen: SponsorPay übernimmt GratisPay und weitet damit seine Partner-Reichweite signifikant aus. Operativ bleiben sowohl die Marke SponsorPay wie auch GratisPay und die betreuenden Teams bestehen: „Name und Angebot beider Unternehmen bleiben unverändert. Durch die uns nun mögliche Kombination der Werbeangebote beider Marken bauen wir jedoch klar den Vorsprung vor den Wettbewerbern aus“, verspricht Jan Beckers, Managing Director & Head of Publisher Relations der SponsorPay GmbH.

Die beiden im letzten Jahr gegründeten Unternehmen SponsorPay und GratisPay haben sich innerhalb weniger Monate zu effektiven Monetarisierungs-Plattformen der europäischen Online-Games-Branche entwickelt. SponsorPay, GratisPay und Deal United funktionieren auf Basis einer Dreiecksbeziehung: Nutzer können darauf verzichten, mit ihrem eigenen Geld für Onlineinhalte zu bezahlen. Die Rechnung für die erworbenen Leistungen – zum Beispiel eine virtuelle Währung oder Premium-Zugänge in einem Onlinespiel – bezahlt stattdessen einer der Werbepartner der jeweiligen Monetarisierungs-Plattform. Während der Nutzer also beispielsweise einen Fragebogen für einen der Monetarisierungspartner ausfüllt, bezahlt dieser dessen Onlineinhalte und tritt auch an SponsorPay/GratisPay/Deal United eine Provision ab.

Zu den Kunden der beiden Fusionisten zählen große Spiele-Publisher wie Gameforge, Bigpoint, InnoGames und Frogster. „Gemeinsam bedienen wir bereits heute den Großteil der Top-10-Publisher von Online- und Social-Games in Europa“, kommentiert Andreas Bodczeck, Geschäftsführer der SponsorPay GmbH. „Durch die Zusammenführung der beiden Plattformen können wir sowohl Publishern als auch Werbetreibenden ein noch attraktiveres Portfolio bieten.“

Durch die Zusammenführung der beiden Unternehmen soll nun in Europa ein marktführender Anbieter für werbefinanzierte Bezahlsysteme entstehen, der nahezu alle großen europäischen Online- und Social Game-Publisher monetarisiert. „Der Kauf von GratisPay ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Firma“, erklärt Andreas Bodczek weiter. Das für das neue Konglomerat ausgegebene Ziel lautet, neben den MMOGs (Multi-Player-Online-Games) auch den Bereich Social-Media-Games und -Applikationen stärker zu besetzen.

 

Artikel zum Thema:

Dich interessieren die Exits der Samwer-Brüder? Bisher setzten die Samwers über eine Milliarde US-Dollar mit Internetverkäufen um: hier geht es zur Übersicht aller Samwer-Exits.

Samwer, Exit, Samwers, Samwer-Brüder

Bildmaterial: Juanarreo