sportrade insolvenz

Sportartikel-Händler Sportrade ist insolvent

Der Sportartikel-Marktplatz Sportrade hat Insolvenz angemeldet. Damit ist zum ersten Mal ein Startup pleite, das über die Crowdfunding-Plattform Companisto Geld eingesammelt hat. Sportrade hatte dort im Oktober letzten Jahres 100.000 Euro von über 400 Geldgebern erhalten.

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Wie das Wall Street Journal Deutschland berichtet, informierte das Startup seine Investoren Ende Januar über die Insolvenz. Heute Nachmittag teilte Companisto-Geschäftsführer David Rhotert in einem Blogbeitrag mit: „In der vergangenen Woche erreichte uns überraschend die Nachricht, dass die sporTrade GmbH Insolvenz angemeldet hat.“

Sportrade wurde 2011 von Helge Hinrichs als „spezialisierter, vertikaler Online-Marktplatz für Sport-, Outdoor- und Fitness-Enthusiasten“ gegründet. Im Frühjahr 2012 stieg die landeseigene Berliner Investitionsbank (IBB) über ihren VC Fonds Kreativwirtschaft bei dem Startup ein. Im August 2013 investierte die IBB ein weiteres Mal, diesmal gemeinsam mit der German Startups Group, einen mittleren sechsstelligen Betrag.

Offenbar war die nächste Finanzierungsrunde bereits in Vorbereitung. Wie Companisto-Mann Rhotert mitteilt, „konnte Anfang Dezember 2013 eine Kapitalerhöhung über einen sechsstelligen Betrag beurkundet werden“. Doch in einer außerordentlichen Sitzung hätten die Gesellschafter Ende Januar entschieden, „dass eine Tranche aus der vorangegangenen Kapitalerhöhung nicht zur Auszahlung kommen wird, da die dafür erforderlichen Meilensteine nicht erreicht wurden. Die sporTrade GmbH wurde nach eigenen Angaben von dieser Entscheidung überrascht und hatte nicht mit ihr gerechnet.“

Bild: PantherMedia, Heiko Zieger