Team-Mitglieder und -Berater von Conatix: Amin Alizadeh, Andreas Prescher, David Lehrer und Michele Dallachiesa (von links)

Sie waren mal eine echte Startup-Hoffnung in Berlin: SquadMail, das „Dropbox für E-Mail“. Doch Ende 2014 war Schluss: Nur noch etwa 100 Unternehmen nutzten den Dienst, auch ein letzter Strategieschwenk hin zum B2B-Geschäft war damit gescheitert.

Nun überlebt zumindest die Technologie des 2011 gegründeten Unternehmens. Conatix, ein Spinoff der Berliner Humboldt-Universität, das Unternehmenssoftware für Wissensmanagement entwickelt, übernimmt den SquadMail-Code in einem Asset-Deal. Über den Kaufbetrag machen die Beteiligten keine Angabe. Allerdings soll es sich um einen Non-Cash-Deal gehandelt haben, bei dem laut Conatix-CEO David Lehrer die SquadMail-Gründer und -Investoren zu „Stakeholdern“ von Conatix geworden seien. In SquadMail investiert hatten etwa die German Startups GroupStudiVZ-Gründer Ehssan Dariani und Family’s Venture Capital.

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Bei Conatix soll die Technologie von SquadMail helfen, die Markt- und Strategieforschung der Unternehmenskunden zu verbessern. Mit einer halbautomatischen Big-Data-Analyse sollen Wissensmanagement und Rechercheprozesse in Unternehmen schneller, billiger und einfacher werden.

2012 von David Lehrer gegründet, hat Conatix heute Büros in Berlin und dem US-Bundesstaat Virginia, ein fünf Mann starkes Team sowie ein Funding von ungefähr 250.000 US-Dollar, das unter anderem der US-VC Right Side Capital beigesteuert hat. Laut Lehrer gibt es bislang mit der Strategieberatung Accenture einen zahlenen Kunden. Gerade ist Conatix die Aufnahme in den Fishbowl-Labs-Inkubator von AOL geglückt.

Bild: Conatix