Staffbase, eyo, Finanzierung

Die drei Gründer Lutz Gerlach, Martin Böhringer und Frank Wolf (von links)

Der Messenger Slack erlebt vor allem in Startups gerade einen wahren Hype. Eine Alternative kommt ausgerechnet aus der Stadt Chemnitz: Das Startup Staffbase hat mit seiner App bereits große Unternehmen wie Siemens und Heineken überzeugt.

Im Mittelpunkt steht eine Smartphone-App: Abgesehen von den üblichen Messenger-Funktionen wie bei Slack können darüber auch Dokumente, Kalender oder auch Schichtpläne verwaltet werden. Für dieses Produkt erhält Staffbase nun von Capnamic Ventures und Kizoo Technology Ventures in der Serie-A-Finanzierungsrunde zwei Millionen Euro. Der Early-Stage-Investor Kizoo war bereits an der Seed-Runde 2015 beteiligt.

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Das Startup wurde Ende 2014 von Martin Böhringer, Frank Wolf und Lutz Gerlach unter dem Firmennamen Eyo gegründet und Anfang des Jahres in Staffbase umbenannt.

Gleich am Anfang konnten die Chemnitzer den Technologiekonzern Siemens und T-Systems als Kunden gewinnen. Der Vorteil des Großkunden: Allein Siemens beschäftigt eine halbe Millionen Mitarbeiter weltweit. Mittlerweile nutzen auch Industriegrößen wie Viessmann und Heineken die Mitarbeiter-App. Über 50 Unternehmen sollen den App-Service nach eignen Angaben nutzen. „Unsere Kunden kaufen die App als Service und zahlen dafür eine jährliche Lizenz“, sagt Gründer und COO Lutz Gerlach gegenüber Gründerszene. Zu Umsätzen wollte das Unternehmen keine Angaben machen.

Das Team umfasst derzeit 14 Mitarbeiter, die in Chemnitz beschäftigt sind. Mit dem neuen Kapital werde Anfang Juli in Zusammenarbeit mit German Accelerator auch ein Büro in New York eröffnet. „Mit dem Wachstumskapital wollen wir uns auf dem US-Markt etablieren“, sagt Gerlach. Zwei Mitarbeiter sollen dafür aus Chemnitz nach New York gehen. Den restlichen Teil des Investements wolle man zur Weiterentwicklung der App nutzen, so das Unternehmen.

Bild: Staffbase