Microsoft Startup Center

Neues „Start-up Center“ in Berlin Mitte

Die Berliner Allee Unter den Linden gerät immer mehr zur IT-Corporate-Meile. Auf den Nachbar von gegenüber, Google, blickt Microsoft-Berlin-Niederlassungsleiter Henrik Tesch bei der heutigen Pressekonferenz zur Eröffnung des Microsoft Center mit einem Augenzwinkern: „Wir wollen nicht, dass Besucher erst klingeln müssen, damit man sie dann in die fünfte Etage lässt“. Hinter der Fassade des Eckhauses Unter den Linden 17/Charlottenstraße soll eine Unternehmensvertretung „zum Anfassen“ entstehen – wie es Microsoft-Deutschland-Chef Christian P. Illek immer wieder betont.

Das Microsoft Center soll ab Ende September im Erdgeschoss ein für den Publikumsverkehr geöffnetes Café – gespickt natürlich mit Microsoft-Gadgets – beherbergen. Während die mittleren Etagen Platz für Kundenaustausch sowie Arbeitsplätze für alle 100 Berlin-Mitarbeiter bieten sollen, die komplett in das neue Büro umziehen, sind die vierte und fünfte Etage samt Dachterrasse für Startups reserviert. Mit dem sogenannten „Start-up-Center“, welches ebenfalls im Herbst fertig gestellt werden soll, beabsichtigt das Unternehmen einen „Austausch zwischen IT und Startups“.

Genaues Startup-Programm Microsofts noch unbekannt

Viel verrät Stephan Jaquemot, Leiter der Gründerinitiative Microsofts, noch nicht, nur soviel: „Eine bis zwei Handvoll Firmen“, rund 40 bis 50 Mitarbeiter, sollen in den nächste Monaten in das Haus einziehen, um dort Arbeitsplätze mit entsprechender IT-Infrastruktur sowie Beratung von In-House-Entwicklern zu erhalten. „Wir suchen neue Startups, die wir über einen längeren Zeitraum betreuen“, so Jaquemot. Die Startups sollen aus dem IT-Bereich – Online wie Offline, B2B wie B2C stammen – und sich möglichst in der Businessplan-Phase befinden.

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Neben Beratung soll es später auch um finanzielle Unterstützung gehen, dafür wolle man auch die bestehende Szene in Berlin nutzen, zum Beispiel Kontakt zum High-Tech Gründerfonds und weiteren Investoren herstellen sowie auch selbst investieren und international skalieren helfen. Einen höheren einstelligen Millionenbetrag wolle man dafür bereit stellen. Beim Eintritt ins Start-up Center nehmen die Startups an einer Art Programm teil, wie genau man dieses selbst definiere, wird das Unternehmen erst in wenigen Tagen mitteilen. Ob es sich nun um eine Art neuen Accelerator handelt und wie genau Microsoft von dem Programm profitiert, bleibt vorerst also noch ein Rätsel.

Bereits in der Vergangenheit arbeitete der Software-Riese mit Internetgründern aus der Hauptstadt zusammen. Im Sommer 2012 lockte der Konzern Startups zur zweimonatigen App-Entwicklung in die Dark Side Bakery.

Startup Center Microsoft

Die Außenfassade des Microsoft Center in Berlin, Unter den Linden 17

Bilder: Microsoft