startup bavaria

Die Startup-Bavaria-Coaches: Andreas von Richter und Julia Derndinger

Nun springt auch der Bayerische Rundfunk (BR) mit einer Show auf den Startup-Zug auf. Nachdem Vox mit Die Höhle der Löwen in Deutschland bewiesen hat, dass Unternehmer-Shows kein Nischendasein fristen müssen, ziehen immer mehr Sender nach – wie die mäßig erfolgreiche Gastronomie-Show von Kabel Eins oder der „Kampf der Startups“ im ZDF.

Der BR lässt die neue Existenzgründer-Doku mit dem Namen „Startup Bavaria“ in seinem jungen Programm Puls laufen. Vier Monate lang wird die Show zudem auf allen Kanälen des Bayerischen Rundfunks begleitet. Im Fernsehen, im Radio und im Netz. Das Konzept der Serie: Zwei erfahrene Szene-Kenner coachen insgesamt sechs Teams und sollen das „nächste große Ding“ aus Bayern finden. Als Gründer-Experten fungieren der studierte Luft- und Raumfahrtingenieur und VC Andreas von Richter und die Gründerintrainerin und Insitu-CEO Julia Derndinger. Sie betreuen jeweils drei der sechs Show-Teilnehmer, die aus mehr als 180 Bewerbern ausgewählt wurden.

Anzeige
Die erste Folge ist als Webisode bereits online. Darin trifft von Richter die zwei Gründer des Taxi-Teil-Services Shäre a Taxi – und verteilt für den mangelhaften Finanzplan des deutschen Uber-Konkurrenten gleich zum Einstieg Ohrfeigen. „Wenn sich der Umsatz vervielfacht, können die Marketingkosten nicht gleich bleiben“, ermahnt der Coach. Die Gründer schlucken die Kritik und geben sich gelehrig. Zum Schluss wird gekickert. Derndinger, Coach Nummer zwei, trifft sich mit Holger und Michael, den Gründern der App Happitz, die das Leben besser und gesünder machen will. Sie verordnet beiden ein Pitch-Training, damit sie vor Investoren künftig als Einheit rüberkommen.

Insgesamt scheint Startup Bavaria auf eine Zielgruppe abzuzielen, die sich bisher nur am Rande mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Der Shäre-a-Taxi-CTO wird in einer Bauchbinde als „der Programmierer“ untertitelt. Uber wird etwas wolkig als „großer Konkurrent aus Amerika“ umschrieben. Dennoch bietet das knapp zehnminütige Format kurzweilige Unterhaltung und ist irgendwie schauenswert, auch ohne wirklich tiefe Einblicke in die Welt der Startups zu geben.

Hier ist die erste Webisode. Die nächste Folge erscheint in einer Woche, am 9. September.

Diese vier Startups werden noch in zukünftigen Folgen vorgestellt und gecoacht:

  • Mazel will den Online-Dating-Markt revolutionieren. Das Kennenlernen geschieht spielerisch über Smartphone-Games.
  • Onpage.org, die in der Szene bekannte Analyse-Software für Webseiten.
  • Mit Nate soll sich mit einem Wisch ein soziales Projekt unterstützen lassen.
  • Aquakin entwickelt und produziert leichte und kleine Wasserkraftwerke. In den USA haben sie mit einer Crowdfunding-Kampagne schon 200.000 Dollar einsammeln können.
Bild: Bayerischer Rundfunk / Matthias Kestel