Startup des Jahrzehnts, Oldtimer, Jurystimmen, Bigpoint, Xing, Gameforge, Idealo, Parship, Spreadshirt, Travian, Trivago, Zanox

Es war ein denkbar knappes Rennen um den Titel als Gründerszenes Startup des Jahrzehnts in der Kategorie Oldtimer, welches das Hamburger Unternehmen Bigpoint (www.bigpoint.net) zu seinen Gunsten entscheiden konnte, während Jimdo (www.jimdo.com) zum Liebling des Publikums avancierte. Und weil es nicht nur ein knappes Rennen war und viele der Nominierten sich Chancen ausmalen konnten, befragte Gründerszene seine potent besetzte Jury bei dessen Stimmabgabe auch, warum das jeweils gewählte Unternehmen es verdient hat, Oldtimer-Startup des Jahrzehnts zu werden. Alle interessierten Leser können hier nun die Meinung der Jury nachlesen und was sie an den jeweils Nominierten preiswürdig fanden.

Von den 25 Nominierten zum Startup des Jahrzehnts in der Kategorie Oldtimer vermochten es neun Unternehmen, die Jury von sich zu überzeugen. Unter ihnen sind neben dem Gewinner-Startup Bigpoint (www.bigpoint.net) auch Xing (www.xing.com), Gameforge (www.gameforge.de), Idealo (www.idealo.de), Parship (www.parship.de), Spreadshirt (www.spreadshirt.net), Travian Games (www.traviangames.com), Trivago (www.trivago.de) und Zanox (www.zanox.com). Wie dem aufmerksamen Leser sicher nicht entgangen ist, brachten es Xing und Bigpoint in erster Instanz sogar auf exakt die gleiche Anzahl an Stimmen, weshalb es ein Stechen gab, das Bigpoint knapp für sich entschied.

Mit ganz unterschiedlichen Produkten vermochten es diese neun Startup-Oldtimer, die Jury zu überzeugen und neben wirtschaftlichen Aspekten spielten natürlich auch die Performance und die Bedeutung für die Szene als Ganzes eine zentrale Rolle. Doch nun mal Butter bei die Fische: Was sagt die Jury? Hier sind sie also, alle Statements der Gründerszene-Jury in Sachen Startup-Oldtimer des Jahrzehnts.

1. Platz: Bigpoint – 11 Jurystimmen

Robert Basic – Blogger

Robert BasicGanz klare Antwort, Bigpoint. Mit über 200 Millionen registrierten Kunden erreicht es Facebook-Ausmaße, die Kombination aus Spielen und Browsern ist ideal, die Sucht des Menschen nach Entspannung ungebrochen, der Internetmarkt wächst userseitig weiterhin dramatisch, die Bedeutung des mobilen Bereichs nimmt zu, die Bewertung der Firma ist glänzend, das rasante Wachstum der Firma ungebrochen, die Expansionsstrategie und Kooperationspartnerschaften passen, was will man mehr? Meine klare No. 1.

Jan Borgstädt – BDMI

Jan Borgstädt, BDMI, Startup des JahrzehntsBigpoint steht für eine internationale Erfolgsgeschichte made in Germany.

Felix Haas – Amiando

Felix Haas, AmiandoEine unglaubliche Erfolgsgeschichte, welche weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ihre Spuren hinterlassen hat!

Klaus Hommels – Business-Angel

Klaus HommelsBigpoint hat aus Deutschland heraus ein international bedeutsames Unternehmen aufgebaut. Es wurde eine klare Strategie um einen charismatischen Gründer stringent umgesetzt. Mir gefällt, dass Bigpoint in diversen Kategorien wie geschaffener Unternehmenswert, internationale Anerkennung, relative Marktposition im Segment und Nachhaltigkeit aus meiner Sicht hervorsticht.

Alexander Hüsing – Deutsche Startups

Alexander Hüsing, Deutsche Startups, Startup des JahrzehntsBigpoint und auch Mitbewerber Gameforge sind die Player im Segment Browsergames. Nicht nur national, sondern auch international.

Olaf Jacobi – Target Partners

Olaf Jacobi, Target Partners, Startup des JahrzehntsBigpoint war/ist einer der Pioniere in seinem Sektor und ist weiterhin gut unterwegs.

Philipp Möhring – Seedcamp

Philipp Möhring, Seedcamp, Startup des JahrzehntsInternational gesehen sicherlich der größte Player. Somit eine einfache Wahl. Gleichzeitig auch einer der Grundsteine für die deutsche Games-Szene, die international auf hohem Level mitspielen kann.

Thomas Promny – Velvet Ventures

Thomas Promny, Gimahhot, RevenueMaxHeiko Hubertz hat sehr früh das Potenzial des Gaming-Marktes erkannt und ihn konsequent besetzt. Ich gehe davon aus, dass Bigpoint bald der erste deutsche Milliardenexit in der Online-Branche sein wird.

Marc Stilke – ImmobilienScout24

Marc Stilke, ImmobilienScout24, Startup des JahrzehntsBigpoint hat sich in einer stark kreativ getriebenen Branche international durchgesetzt, die vermeintlich nur von amerikanischen Anbietern gekonnt wird.

Jens Tönnesmann – Journalist

Jens Toennesmann, Startup des JahrzehntsWas für eine Bilanz nach einem Jahrzehnt: 200 Millionen Spieler, ein dreistelliger Millionenumsatz und ein Firmenwert von mehr als 600 Millionen Dollar; außerdem Hunderte Mitarbeiter und haufenweise Auszeichnungen. Das alles spricht für Bigpoint, dessen Gründer Heiko Hubertz den Trend zu „Free-to-play“-Online-Spielen als einer der ersten erkannt und sein erstes Game noch selbst programmiert hat.

Martin Weber – Holtzbrinck Ventures

Martin Weber, Holtzbrinck Ventures, Startup des JahrzehntsÜber Jahre hinweg zeigte Bigpoint ein beeindruckendes Wachstum und hat international Maßstäbe gesetzt. Heiko Hubertz und sei Team haben dabei in verschiedenen Gesellschafterkonstellationen und auch nach Teilverkauf weiter hervorragende Arbeit geleistet.

2. Platz: Xing – 11 Jurystimmen

Oliver Beste – FoundersLink

Oliver Beste, FoundersLink, Founders Link, Startup des JahrzehntsLars Hinrichs hatte den Mut, nach einer Millionenpleite in der Dot.com-Krise mit Xing ein weiteres Internet-Startup zu gründen. Im Gegensatz zum US-Vorbild wählte er für Xing mutig ein Freemium-Abomodell, kommt damit in Rekordzeit in die schwarzen Zahlen und wird Marktführer in Europa. Verführerische Kaufangebote lehnt er ab und beendet die Krise mutig mit einem erfolgreichen IPO. Wenn das nicht zum Gründen ansteckt!

Constanze Buchheim – i-potentials

Constanze Buchheim, i-potentials, Startup des JahrzehntsXing hat einen wesentlichen Einfluss auf „soziales Netzwerken“ in Deutschland genommen und Kommunikation, Interaktion und Ansprache deutlich vereinfacht. Sie haben es geschafft, sich langfristig am Markt zu halten, weiter zu wachsen und vor allem den Sprung „in die Massen“ geschafft. Auch wenn unklar ist, ob sie das weiterhin halten können, ist das eine beachtliche Leistung bis hierher.

Verena Delius – Panfu

Verena Delius, Young Internet, Panfu, Oloko, Startup des JahrzehntsIch war Nutzerin der ersten Stunde von OpenBC und Xing war das erste Unternehmen, welches zielgerichtetes Networking und Kontaktmanagement ermöglicht hat. Lars Hinrichs und Xing waren Vorbild und Motivation für viele Gründer und Startups, die nach 2003 entstanden sind und der Börsengang war der krönende Abschluss einer echten Erfolgsstory.

Karel Dörner – McKinsey

Karel Dörner, McKinseyXing hat sich über Jahre zu der deutschsprachigen „Professional“ Social-Media-Plattform entwickelt und auch noch vor bzw. parallel zu LinkedIn dieses Geschäftsmodell zum Erfolg gebracht. Dieser Erfolg ist umso höher einzuschätzen, als Xing in einem sehr schwierigen Umfeld an den Start gegangen ist und sich durch den Bubble-Burst bewiesen hat. Durch die kürzliche Akquisition von Amiando hat Xing auch bewiesen, dass man auch weiß, wann man etwas selbst macht oder wann es besser ist, gute Technologie, Geschäftsmodelle und People an Bord zu holen. Außerdem ist Xing ein gutes Beispiel, wie man den „Generationswechsel“ vom Gründer hin zu externen Managern meistert.

Fabian Heilemann – DailyDeal

Fabian Heilemann, DailyDeal, Startup des JahrzehntsXing behauptet sich in der Nische der Business-Networks seit Jahren erfolgreich gegen internationale Konkurrenz und ist für Networking unverändert das vielleicht beste Tool.

Lars Hinrichs – HackFwd

Lars Hinrichs, Xing, HackFwdWenn auch ein wenig biased, glaube ich dennoch, dass Xing in dieser Sparte berechtigt siegen sollte. Aus Deutschland heraus, als einzige Web-2.0-Firma *nach* der NewEco gestartet und Börsengang hingelegt und seitdem stetig gewachsen. Weltweit der erste IPO in dieser Kategorie und LinkedIn hat viele Dinge bei Xing abgekupfert.

Christoph Janz – Point Nine Capital

Christoph Janz, Point Nine CapitalIch entscheide mich für Xing. Nicht nur, weil Xing ein sehr erfolgreiches Unternehmen mit einem profitablen Geschäftsmodell ist und es als eines der wenigen Unternehmen in den letzten Jahren an die Börse geschafft hat – sondern auch, weil ich die Site schon genutzt habe, als sie noch OpenBC hieß und sie für mich aus dem Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken ist.

Thomas Knüwer – Social-Media- und Digital-Experte

Thomas Knüwer, Indiskretion Ehrensache, Startup des JahrzehntsUnd mögen die Hoch-Vernetzten noch so lästern: Xing hat es geschafft, als vor allem in einem Land tätiges Netzwerk nachhaltig profitabel zu werden.

Jörg Rheinboldt – M10

Jörg Rheinboldt, M10Hier stehen viele gute Unternehmen zur Auswahl. Da ich mich für eins entscheiden muss, habe ich Xing ausgewählt, weil es im Geschäftsleben von so vielen Menschen eine so selbstverständliche Rolle spielt. Außerdem sind sie immer noch unabhängig. Das finde ich gut.

Nikolaus Roettger – Business Punk

Nikolaus Roettger, Business Punk, Startup des JahrzehntsNicht nur weil Xing früh die Internationalisierung geglückt ist, hat das Angebot die Auszeichnung verdient. Sondern auch und vor allem weil Xing bereits vor Facebook hierzulande ein dauerhaftes, digitales Netzwerk geschaffen hat und damit eine ganze Generation berufstätiger Menschen nachhaltig prägte.

Christian Weiß – Rocket Internet

Christian Weiß, Rocket Internet, Startup des JahrzehntsXing ist der „Oldtimer“, den ich persönlich am häufigsten nutze und der mir in meinem beruflichen und privaten Leben sehr weiterhilft. Mit Xing ist es Gründern und Management gelungen, die notwendige kritische Masse aufzubauen, ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu etablieren und das Produkt kontinuierlich sinnvoll weiterzuentwickeln, um so eine dauerhafte Existensberechtigung zu wahren.

3. Platz: Gameforge – 3 Jurystimmen

Ibrahim Evsan – Fliplife

Ibrahim Evsan, Ibo, Fliplife, SevenloadDie Gameforge AG hat derzeit eine Bewertung von einer Milliarde Euro. Ihre 24 Spiele wurden in 55 Sprachen übersetzt und zählen mehr als 300 Millionen registrierte Accounts in 75 Ländern. Das zeigt, wie groß und mächtig Firmen sein können, die eine langfristige Strategie haben.

Lukasz Gadowski – Spreadshirt, Team Europe

Lukasz Gadowski, Tam Europe, Startup des JahrzehntsRein Objektiv anhand Unternehmenskennzahlen denke ich das beste Startup in der Liste. Zudem zeigt es, was ohne/mit sehr geringer Investition möglich ist. Zwar Abzug in der B-Note, aber haben die meisten anderen in der Liste auch.

Stefan Glänzer – Business-Angel

Stefan Glänzer, Ricardo, Last.fmEiner der wenigen globalen Marktführer aus good old Germany – und das gehört geehrt.

Idealo – 1 Jurystimme

Ron Hillmann – Yachtico

Ron Hillmann, Yachtico, Startup des JahrzehntsViele Preisvergleicher sind vor einem Jahrzehnt gestartet. Einige davon mit hohem Budget (Dooyoo, Ciao, DooOne, Dealtime, Pangora, Intertrade, Preistrend, Evendi, Kelkoo), die dann starben oder bluteten. Idealo hatte nur Geld, um eine passable Abfrage für den User zu entwickeln. Verstand es aber, seine Produkte für die Suchmaschinen aufzubereiten und wurde Vorbild für Internet-Startups. Unter Springer ist das Wachstum an Reichweite im Netz nicht aufzuhalten. Idealo ist eines der wenigen Startups von 2000, die den Einstieg eines Investors in die Mehrheit gut überlebt haben. Die Nummer eins bei deutschen Anbietern im Bereich Shopping Directories & Guides besitzt immerhin über zehn Prozent Nielsen-Reichweite bei fünf Millionen Unique-Users monatlich allein in Deutschland.

Parship – 1 Jurystimme

Daniel Glasner – Groupon CityDeal

Daniel Glasner, Groupon CityDeal, Startup des JahrzehntsVorreiter.

Spreadshirt – 1 Jurystimme

Madeleine von Mohl – Betahaus

Madeleine von Mohl, Betahaus, Startup des JahrzehntsSpreadshirt ist für mich aus dieser Liste der Oldtimer, der noch mit den Youngstars mithalten kann.

Travian – 1 Jurystimme

Jörg Binnenbrücker – DuMont Venture

Jörg Binnenbrücker, DuMont VentureTravian hat ohne VC-Backing ein tolles Produkt mit enormer Reichweite entwickelt und sich in dem hart umkämpften Browsergames-Markt eine wesentliche Wettbewerbsposition erarbeitet.

Trivago – 1 Jurystimme

Andre Alpar – Online-Marketing-Experte

Andre Alpar, OMCap, Startup des JahrzehntsTrivago hat ein eigenes innovatives Geschäftsmodell gesucht, gefunden und super umgesetzt.

Zanox – 1 Jurystimme

Nicole Simon – Social-Media-Expertin

Nicole Simon, Startup des JahrzehntsVon einem Oldtimer kann man vor allem eines erwarten: Dass er die Zeit seit 2005 genutzt hat, um sich professionell in seinem Geschäft aufzustellen, eine klare Ausrichtung zu haben und vor allem ein profitables Geschäftsmodell. Anbieter und Affiliate-Partner erhalten von Schulung bis hin zur professionellen Unterstützung alles, was sie zur Umsetzung brauchen – Produktdatendownload, Widgets und Api inklusive.