Goldgrube Business-to-Business

Der B2B-Markt ist lukrativ, wird aber unterschätzt. Firmen, die anderen Unternehmen etwas verkaufen, machen viermal mehr Umsatz als solche, die Endkunden adressieren. Ein Beleg dafür ist zum Beispiel der Online-Handel: Laut eco Verband der Internetwirtschaft wird der B2B-Sektor im E-Commerce in diesem Jahr 35 Milliarden Euro umsetzen, der Privatkundenbereich (B2C) hingegen „nur“ neun Milliarden Euro. Der B2B-Sektor ist also ein monetär vielversprechender Markt – auch für Startups. Doch es ist für Gründer nicht immer einfach, hier Fuß zu fassen.

Wie können digitale Startups im B2B-Markt durchstarten?

Um Startups mit digitalem Geschäftsmodell den Einstieg zu erleichtern, hat die Telekom das Startup-Programm TechBoost ins Leben gerufen. Fünf Tipps, wie Startups das Programm für den B2B-Markt nutzen können – und wie sie gemeinsam mit der Telekom somit schneller durchstarten.

1. Datenschutz nicht unterschätzen
Deutsche Mittelständler legen bei Cloud-Services großen Wert auf Datensicherheit und Datenschutz. Kein Wunder, denn wer gegen geltendes Datenschutzrecht verstößt, riskiert hohe Geldbußen – und seine Reputation. Wenn im kommenden Jahr die europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft tritt, werden die Regeln und die Strafen noch einmal verschärft. Dann drohen bei Verstößen bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Bruttoumsatzes; je nachdem, welcher Wert höher ist.

Daher achten Unternehmen sehr darauf, von wem und wo sie Daten extern speichern und verarbeiten lassen. Das ist eine Chance für Startups mit cloudbasiertem Geschäftsmodell: Einfach indem sie von Beginn an auf einen Anbieter mit zertifizierten Rechenzentren setzen, der in puncto Datenschutz laut Umfragen sehr hohes Vertrauen bei den Kunden genießt.

2. Auf flexible Technologie setzen
Wer ein Unternehmen mit softwarebasiertem Geschäftsmodell gründet, sollte bei der Wahl der IT-Infrastruktur auf größtmögliche Flexibilität setzen; zum Beispiel Cloud-Angebote, denen die offenen Architektur OpenStack zugrunde liegen. Nicht umsonst hat sich OpenStack als Infrastruktur-Basis mit offenen Schnittstellen innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Cloud-Systeme überhaupt gemausert. Eine lebhafte Community aus tausenden Anwendern und Unternehmen entwickelt ständig neue Dienste und Funktionen für OpenStack.

„Darüber hinaus vermeiden Startups dank der offenen Architektur einen Vendor-Lock-in“, sagt Maximilian Ahrens, Vice President Cloud Strategy bei der Telekom Großkundensparte T-Systems. Weil sie ihre Lösungen nicht erst – wie bei anderen Systemen – einer proprietären Cloud-Architektur anpassen müssen, bleibt ein Anbieterwechsel grundsätzlich jederzeit möglich. „Viele Unternehmen setzen daher auf OpenStack-basierte Cloud-Angebote wie die Open Telekom Cloud, um flexibel zu bleiben. Und dank der offenen, frei programmierbaren Schnittstellen lassen sich Fremd-Systeme von Unternehmen leichter anbinden.“

3. Kontakte knüpfen
Neben der passenden Technik brauchen Startups Kontakte, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Keine leichte Aufgabe: 99,5 Prozent der Unternehmen in Deutschland gehören zu den kleinen und mittelständischen (KMU) – eine sehr heterogene Landschaft aus unzähligen, individuell verschiedenen Firmen. Um dieses Dilemma zu lösen, ohne viele Jahre mit dem mühseligen Aufbau eigener Kontakte zu verbringen, sollten Startups nach einem adäquaten Partner wie der Telekom Ausschau halten, der über entsprechende Kontakte verfügt.

4. Vertrauen aufbauen
Ebenso wichtig wie die richtigen Kontakte ist Reputation. Ihren Ruf müssen sich viele Startups in der Regel jedoch erarbeiten, bevor Entscheider ihnen Aufträge erteilen. Auch hier hilft der richtige Partner: „Wir sind über Jahrzehnte zu einem verlässlichen Digitalisierungs-Partner im Mittelstand gewachsen“, sagt Miriam Mertens, Vice President Startup-Kooperationen bei der Deutschen Telekom. „Startups, mit denen wir zusammenarbeiten, können davon stark profitieren.“

5. Ein langer Atem
Durchhaltevermögen zahlt sich in der Regel aus: Das gilt nicht nur für das eigene Geschäft, sondern auch für die Verbindung zwischen Startups und einem erfahrenen Partner. Und die sollte auf langfristigen Erfolg ausgerichtet sein, statt auf kurzfristige Gewinne. Genau darauf zielt das Startup-Programm TechBoost, das die Telekom im Frühjahr gestartet hat. Startups, die sich für das Programm qualifizieren, profitieren von der guten Reputation der Marke Telekom als Digitalisierungspartner im deutschen Mittelstand und einem eng geknüpften Marketing- und Vertriebsnetz.

Außerdem erhalten qualifizierte Startups 100.000 Euro Startguthaben für IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud – einem OpenStack-basierten Public-Cloud-Angebot aus zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Und zu guter Letzt bietet die Telekom Rabatte für Mobilfunk- und Festnetz-Tarife. Damit bringt TechBoost Startups erfolgreich und nachhaltig nach vorne. Und das hat sich mittlerweile herumgesprochen: Aus unzähligen Bewerbungen haben sich in den ersten Wochen bereits mehr als zwei Dutzend Partnerschaften zwischen der Telekom und digitalen Startups ergeben.

 

Interessierte Startups mit softwarebasiertem Geschäftsmodell und Sitz in Deutschland können sich für das Startup-Programm der Telekom unter telekom.de/techboost bewerben.

 

Bilder: Telekom