Ein Beitrag von Philipp Blankenagel, Communications-Manager beim Company Builder HitFox Group.

Journalisten, Investoren, Geschäftskunden und „High Potentials“ – sie alle sind auf Konferenzen mit dabei. Schon allein deshalb lohnt sich eine Teilnahme oft. Aber: Um eine solche Veranstaltung effektiv zu nutzen, müssen Startups zuerst die Wahl treffen, welche Konferenz für sie die richtige ist.

Entscheidend sind dabei nicht Location oder Opening Note, und ganz bestimmt auch nicht der Monolog eines Ministers. Wichtiger ist die Teilnehmerliste. Denn nur wenn das Thema der Konferenz und andere Teilnehmer zum eigenen Business-Fokus passen, ergibt die Teilnahme Sinn. Die Gästeliste sollte im Vorfeld vom Veranstalter angefragt werden: Gibt es unter den Teilnehmern zehn Menschen, die als Investoren oder Geschäftspartner in Frage kommen? Dann kann sich ein Ticket lohnen und aus neu geknüpften Kontakten können Partnerschaften, frisches Kapital oder eine interessante Story über das Unternehmen resultieren.

Um das Beste aus einer Konferenz herauszuholen, sollten sich junge Unternehmen jedoch gut überlegen, was ihre Ziele sind und wen sie ansprechen wollen.

Investoren

Die wichtigste Frage zu Beginn ist: Welche Investoren haben in die Branche des eigenen Startups investiert? Dann sollte nach festgelegten Slots für Investoren-Pitches Ausschau gehalten werden. Eine vorherige Kontaktaufnahme oder ein Intro über befreundete Gründer, die den Investor bereits kennen, ist ebenfalls hilfreich.

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Investoren kalt zu kontaktieren, ist meistens unangenehm – und wenig effektiv. Wie kann der Kaltkontakt also bei der Investoren-Ansprache vermieden werden? „Hallo, wir kennen uns noch nicht, aber ich bin…“ – mit diesem Einstiegssatz kann man sicher sein, dass die Investoren eher eine Bitte um ein Selfie erwarten als ein ernstzunehmendes Gespräch. Den perfekten Weg gibt es natürlich nicht – eine gute Mischung aus präziser Auswahl, prägnanter Ansprache und gelungenem Timing aber schon.

Neue Mitarbeiter

Die Teilnahme an Konferenzen ist gut, um den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens zu steigern. Das kann unter anderem von Vorteil sein, wenn neue Mitarbeiter gesucht werden. Doch es muss nicht immer direkt der neue CFO oder Marketing-Manager gefunden werden. Klar sollte es ein Ziel sein, offene Positionen zu besetzen. Vertrauensaufbau für die Zukunft zu leisten, ist aber ebenso wichtig. Passt ein Interessierter zu keiner offenen Stelle, so bleibt man nett und bietet auch mal Tipps für die Karriereplanung an.

Kunden

B2B-Startups haben hier ganz andere Bedürfnisse als B2C-Startups. Aber für beide Gruppen ist der große Vorteil von Konferenzen sicherlich der direkte Kontakt zu potentiellen Partnern. Kunden werden einem Unternehmen eher vertrauen, wenn es in der Vergangenheit bereits einen persönlichen Kontakt gab.

Journalisten

Zuletzt sind auf Konferenzen natürlich auch viele Medienvertreter anzutreffen. Das Gute: Sie haben auf jeden Fall Interesse an der Branche des eigenen Startups, sonst wären sie nicht dort. Da gilt es, sich das zu Nutze zu machen (siehe Grafik unten).

Prinzipiell gilt: Oftmals lernt man unerwartet spannende Personen kennen, die vorher gar nicht auf der Zielgruppen-Liste standen. Allerdings sollte man nicht nur auf Glück setzen, sondern mit Vorarbeit Erfolge wahrscheinlicher machen.

Und: Es ist wichtig, an das Follow-Up zu denken. Eine spätere, erneute Kontaktaufnahme ist unerlässlich, damit die Bemühungen auf der Konferenz nicht umsonst sind. Und kommt doch noch eine Absage – kein Grund unfreundlich zu werden. Man sieht sich immer zweimal im Leben.

Welche Schritte zu erfolgreicher Startup-PR führen könnten, zeigt diese Grafik:

Bild: © Bildagentur PantherMedia  / , Grafik: Data Natives; Disclaimer: Gründerszene ist Medienpartner der Data-Natives-Konferenz.